Quellen zufolge stehen Japan und die USA kurz vor einer Einigung über die Einführung niedrigerer Autozölle.
Eine Quelle aus der japanischen Regierung teilte Reuters am Donnerstag mit, dass sich Japan und die USA in der Endphase der Verhandlungen befinden und planen, innerhalb von 10 bis 14 Tagen nach Unterzeichnung einer Executive Order durch den US-Präsidenten niedrigere Zölle auf japanische Autoexporte in die USA einzuführen.
Die Quelle erklärte, dass dies bedeute, dass der US-Zollsatz für japanische Autos von derzeit 27,5% auf 15% gesenkt werde und die neue Regelung voraussichtlich noch vor Ende dieses Monats in Kraft trete. Da diese Angelegenheit noch nicht öffentlich ist, bat die Quelle um Anonymität.
Die Quelle wies darauf hin, dass das genaue Inkrafttretungsdatum der Executive Order noch verhandelt werde und ergänzte, dass die endgültige Entscheidung beim US-Präsidenten Donald Trump liege.
Die US-Botschaft in Japan hat auf eine Bitte um Stellungnahme bislang nicht reagiert, und auch die japanische Regierung lehnte einen Kommentar zu diesem Thema ab.
Bereits im Juli dieses Jahres hatten die USA einer Senkung der Zölle auf japanische Autoexporte zugestimmt, doch da Trump die entsprechende Executive Order noch nicht unterzeichnet hat, war der genaue Zeitpunkt der Umsetzung bislang unklar.
Japans oberster Handelsbeauftragter Ryosei Akazawa ist am Donnerstag nach Washington geflogen, um die USA zur schnellen Unterzeichnung der Executive Order zu drängen.
Die Quelle verriet zudem, dass die Executive Order voraussichtlich zwei weitere Bestimmungen enthalten werde: Erstens werde der im Juli vereinbarte Zollsatz von 15% nicht mit bereits auf japanische Produkte erhobenen höheren Zöllen kumuliert; zweitens werde für Produkte, deren Zollsätze bisher unter 15% lagen, der Satz auf 15% angepasst.
Laut der Quelle arbeiten die Regierungen Japans und der USA daran, in der Executive Order auch Hintergrundinformationen zur Zollvereinbarung aufzunehmen, darunter Japans Plan zur Ausweitung der US-Reisimporte sowie Regelungen zum Kauf von in den USA hergestellten Flugzeugen.
Darüber hinaus sollen voraussichtlich zeitgleich mit der Executive Order zwei Dokumente veröffentlicht werden: eine gemeinsame Erklärung, die die Vereinbarungen vom Juli zusammenfasst, sowie ein Memorandum, das die Regeln für Japans geplantes Investitionsprogramm in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar in den USA festlegt.
Die Quelle erklärte, dass das Investitionsprogramm in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar durch Beteiligungen, Kredite und Garantien japanischer Staatsbanken umgesetzt werde und Teil des im Juli erzielten Handelsabkommens sei.
„Die Verhandlungen befinden sich derzeit in der Endphase“, sagte die Quelle. „Nachdem Minister Akazawa in Washington eingetroffen ist, besteht das Ziel darin, die schnelle Unterzeichnung der Executive Order zu fördern. Anschließend werden wir mit der Ausarbeitung des Investitionsplans beginnen.“
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