Bitcoins Rekordlauf kehrt sich um nach einem Futures-Liquidation von 19 Milliarden Dollar und abkühlenden ETF-Zuflüssen
Bitcoins rascher Anstieg auf ein Allzeithoch von $126.100 wurde abrupt umgekehrt , nachdem eines der größten Futures-Deleveraging-Ereignisse der Geschichte stattfand und die schwächeren ETF-Zuflüsse auf ein nachlassendes institutionelles Interesse hindeuten.
Bitcoins Rekordlauf kehrt sich um. Quelle: Glassnode Massiver Leverage-Abbau trifft Bitcoin-Derivate
Laut dem neuesten On-Chain-Bericht von Glassnode wurden über 19 Milliarden Dollar an offenen Futures-Positionen ausgelöscht, da makroökonomische Bedenken zunahmen, einschließlich erneuter US–China-Zollspannungen. Der Crash ließ Bitcoin unter die Kostenbasis-Zone von $117.000–$114.000 fallen.
Das geschätzte Leverage-Verhältnis fiel auf mehrmonatige Tiefststände, da Händler ihre Positionen schnell auflösten, was an die Marktkorrekturen von 2021 und 2022 erinnert. Auch die Funding-Raten stürzten auf Tiefststände aus der FTX-Ära ab, was zeigt, dass Händler dafür zahlten, Short-Positionen zu halten, nachdem der bullishe Leverage verschwunden war. Analysten beschrieben das Ereignis als strukturelle Neuausrichtung und nicht als vollständige Kapitulation – eine notwendige Bereinigung von überschüssigem Leverage, die die langfristige Stabilität wiederherstellen könnte.
Die Spot-Handelsvolumina stiegen während des Rückgangs stark an, wobei Binance den Verkaufsdruck anführte, während Coinbase institutionelle Käufe verzeichnete, was darauf hindeutet, dass US-basierte Investoren einen Teil des Schocks absorbierten. Trotz der erhöhten Volatilität stellte Glassnode fest, dass der Ausverkauf „scharf, aber geordnet“ verlief, was unterstreicht, dass der Markt vorsichtig, aber nicht panisch bleibt.
Institutionelle Nachfrage schwächt sich ab, während die Volatilität zurückkehrt
Während die Derivatemärkte eine historische Bereinigung erlebten, wurden die ETF-Zuflüsse um 2.300 BTC negativ, was einen Rückgang der institutionellen Nachfrage markiert, die zuvor Bitcoins Rekordhochs angetrieben hatte. Long-Term Holders (LTHs) haben seit Juli weiterhin verkauft und üben damit konstanten Verkaufsdruck aus, während der Markt in eine Konsolidierungsphase eintritt.
Unterdessen erholte sich das Open Interest an den Bitcoin-Optionsmärkten rasch, obwohl die Volatilität auf 76% anstieg und das kurzfristige Skew deutlich positiv wurde – ein Zeichen dafür, dass Händler eilig Abwärtsrisiken absichern.
Bitcoin befindet sich nun in einer fragilen Erholungszone, wobei Analysten warnen, dass ein Rückgang unter $108.000 die Korrektur vertiefen könnte, sofern nicht erneute ETF-Zuflüsse und On-Chain-Akkumulation den Schwung wiederherstellen.
Dennoch bleibt das Vertrauen unter Unternehmen stark – die Zahl der börsennotierten Unternehmen, die Bitcoin halten, stieg zwischen Juli und September um 38%, was darauf hindeutet, dass die institutionelle Überzeugung, auch wenn sie kurzfristig abkühlt, strukturell intakt bleibt.
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