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Kryptounternehmen Xeltox von kanadischer Geldwäscheaufsicht mit Rekordstrafe von 177 Millionen C$ belegt

Kryptounternehmen Xeltox von kanadischer Geldwäscheaufsicht mit Rekordstrafe von 177 Millionen C$ belegt

CoinjournalCoinjournal2025/10/22 17:51
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Von:Coinjournal
Kryptounternehmen Xeltox von kanadischer Geldwäscheaufsicht mit Rekordstrafe von 177 Millionen C$ belegt image 0
  • Xeltox/Cryptomus wurde mit einer Geldstrafe von 177 Millionen kanadischen Dollar belegt, weil sie mehr als 1.000 verdächtige Krypto-Transaktionen nicht gemeldet haben.
  • Die Verstöße betrafen Transaktionen im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch, Betrug, Ransomware und Sanktionsumgehung.
  • Das Unternehmen stand zuvor bereits wegen nicht anerkannter Börsenaktivitäten im Fokus der BC Securities Commission.

Das Financial Transactions and Reports Analysis Centre (Fintrac) Kanadas hat gegen Xeltox Enterprises Ltd., die unter dem Namen Cryptomus operieren, die höchste jemals verhängte Strafe ausgesprochen, nachdem das Unternehmen angeblich gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) verstoßen hat.

Der in Vancouver ansässige Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen wurde laut einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung wegen mehrerer Verstöße im Zusammenhang mit verdächtigen Transaktionen mit einer Geldstrafe von 177 Millionen kanadischen Dollar (126 Millionen US-Dollar) belegt.

Weitreichende Meldeversäumnisse

Die Untersuchung von Fintrac ergab, dass Cryptomus es versäumte, Tausende von Transaktionen innerhalb eines einzigen Monats zu melden, was erhebliche Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften aufwarf.

Die Behörde stellte fest, dass das Unternehmen im Juli 2024 Berichte über mehr als 1.000 Transaktionen nicht eingereicht hatte, bei denen ein begründeter Verdacht auf Geldwäsche bestand, einschließlich Erlösen aus kinderpornografischem Material, Betrug, Ransomware-Zahlungen und Sanktionsumgehung.

Darüber hinaus stellte der Regulator fest, dass Cryptomus es versäumte, mehr als 1.500 Transaktionen zu melden, bei denen Kunden im gleichen Zeitraum virtuelle Währungen im Wert von 10.000 kanadischen Dollar oder mehr in einer einzigen Transaktion transferierten.

Diese Meldeversäumnisse veranlassten Fintrac zu einer als „beispiellos“ bezeichneten Durchsetzungsmaßnahme, was die Schwere der potenziellen Risiken im Bereich Finanzkriminalität widerspiegelt.

Fintrac-CEO Sarah Paquet betonte, dass das Ausmaß und die Art der Verstöße die Behörde zu entschlossenem Handeln zwangen und verwies auf die wiederholten Versäumnisse des Unternehmens, den AML-Verpflichtungen nachzukommen.

Frühere regulatorische Überprüfungen von Cryptomus

Cryptomus, früher bekannt als Certa Payments Ltd., bietet eine Reihe von Kryptowährungsdienstleistungen an, darunter Handel, Zahlungen, Wallets und eine Peer-to-Peer-Börse.

Das Unternehmen stand in Kanada bereits zuvor im Fokus der Aufsichtsbehörden.

Im Mai beschuldigte die BC Securities Commission Cryptomus, möglicherweise als nicht anerkannte Börse zu agieren.

Die Provinzaufsicht erließ eine einstweilige Verfügung, die dem Unternehmen bis Juni den Handel mit Wertpapieren oder Derivaten untersagte, was die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Finanzvorschriften unterstreicht.

Die Aktivitäten von Cryptomus in Kanada und die bisherige Durchsetzungsgeschichte verdeutlichen die Herausforderungen, denen sich Regulierungsbehörden bei der Überwachung von Kryptowährungsplattformen gegenübersehen, insbesondere wenn Transaktionen mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen könnten.

Die jüngste Geldstrafe stellt eine erhebliche Eskalation der Durchsetzung dar und signalisiert die Absicht der kanadischen Behörden, Krypto-Unternehmen zur strikten Einhaltung der AML-Vorschriften zu verpflichten.

Auswirkungen auf den Kryptowährungssektor

Die Rekordstrafe gegen Xeltox und Cryptomus sendet ein klares Signal an Kryptowährungsunternehmen in Kanada: Die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche ist verpflichtend, und Verstöße bringen erhebliche finanzielle und operative Risiken mit sich.

Die angeblichen Versäumnisse des Unternehmens verdeutlichen die Risiken, die von Plattformen ausgehen, die große Mengen unüberwachter digitaler Transaktionen abwickeln.

Die Entscheidung von Fintrac unterstreicht, dass Kryptowährungsplattformen die Einhaltung der Vorschriften als zentrale betriebliche Priorität und nicht als nachrangige Aufgabe behandeln müssen, um ähnliche Strafen in Zukunft zu vermeiden.

Die Geldstrafe in Höhe von 177 Millionen kanadischen Dollar stellt die größte Durchsetzungsmaßnahme in der Geschichte von Fintrac dar und setzt einen neuen Maßstab für regulatorische Konsequenzen in der wachsenden kanadischen Digital-Asset-Branche.

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