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Kanadas FINTRAC verhängt gegen Cryptomus eine bahnbrechende Geldstrafe von 126 Millionen Dollar

Kanadas FINTRAC verhängt gegen Cryptomus eine bahnbrechende Geldstrafe von 126 Millionen Dollar

Crypto.NewsCrypto.News2025/10/23 01:14
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Von:By Brian DangaEdited by Jayson Derrick

Kanadas Finanzaufsichtsbehörde hat die bisher höchste Strafe gegen ein Krypto-Unternehmen verhängt. Das in Vancouver ansässige Cryptomus sieht sich mit einer Geldstrafe von 126 Millionen Dollar konfrontiert, weil es innerhalb eines einzigen Monats mehr als 1.000 verdächtige Transaktionen im Zusammenhang mit Darknet-Märkten und Terrorismusfinanzierung nicht gemeldet hat.

Summary
  • FINTRAC verhängte gegen das in Vancouver ansässige Cryptomus eine Strafe von 126 Millionen Dollar, die bislang höchste Krypto-Strafe in Kanada.
  • Die Aufsichtsbehörden verwiesen auf über 1.000 nicht gemeldete verdächtige Transaktionen und mehr als 7.500 Überweisungen mit Bezug zu Iran.

In einer Erklärung gab das Financial Transactions and Reports Analysis Centre of Canada bekannt, dass es eine administrative Geldstrafe in Höhe von 176,96 Millionen kanadischen Dollar (etwa 126 Millionen Dollar) gegen Xeltox Enterprises Ltd., das in Vancouver ansässige Unternehmen hinter der Krypto-Plattform Cryptomus, verhängt hat.

Die am 16. Oktober verhängte Strafe resultiert aus dem, was die Behörde als so schwerwiegende Nichteinhaltung bezeichnete, dass es der Plattform ermöglicht wurde, innerhalb eines einzigen Monats mehr als tausend verdächtige Transaktionen ohne eine einzige Meldung an die Behörden abzuwickeln.

FINTRAC brachte diese Versäumnisse mit der Geldwäsche von Erlösen aus dem Handel mit Material über sexuellen Missbrauch von Kindern, Betrug, Ransomware und Sanktionsumgehung in Verbindung.

„Da zahlreiche Verstöße in diesem Fall mit dem Handel von Material über sexuellen Missbrauch von Kindern, Betrug, Ransomware-Zahlungen und Sanktionsumgehung in Verbindung standen, sah sich FINTRAC gezwungen, diese beispiellose Durchsetzungsmaßnahme zu ergreifen“, sagte FINTRAC-CEO Sarah Paquet.

Ein Muster der Nichteinhaltung und grenzüberschreitende Blindstellen

Die Untersuchung von FINTRAC ergab, dass Cryptomus einen ganzen Monat lang 1.518 einzelne Transaktionen mit virtuellen Währungen, die den Schwellenwert von 10.000 kanadischen Dollar erreichten oder überschritten, nicht gemeldet hat.

Diese grundlegende Meldepflicht ist ein Eckpfeiler des kanadischen Rahmens zur Bekämpfung der Geldwäsche und soll eine finanzielle Spur für große Wertbewegungen schaffen. Das schiere Ausmaß dieser versäumten Meldungen deutet auf ein Überwachungssystem hin, das entweder defekt oder völlig abwesend war.

Diese Versäumnisse wurden noch dadurch verschärft, dass das Unternehmen eine spezifische ministerielle Direktive in Bezug auf Iran ignorierte. Zwischen Juli und Dezember 2024 meldete Cryptomus erstaunliche 7.557 Transaktionen aus dem sanktionierten Land nicht. Durch diese Unterlassung schuf die Handelsplattform angeblich einen direkten Kanal, der für Sanktionsumgehung hätte genutzt werden können – ein kritisches Anliegen der nationalen Sicherheit.

Bemerkenswert ist, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall für das in Vancouver ansässige Unternehmen handelt. Das Muster der Missachtung von Vorschriften zeigte sich bereits im Mai letzten Jahres, als die B.C. Securities Commission Cryptomus vorübergehend den Handel mit Wertpapieren und anderen Marktaktivitäten untersagte.

In Kanadas sich entwickelnder Krypto-Landschaft markiert diese Strafe einen Wendepunkt. Noch im vergangenen Jahr verhängte FINTRAC die bis dahin höchste Strafe von etwa 20 Millionen kanadischen Dollar gegen den KuCoin-Betreiber Peken Global Ltd. Der Fall Cryptomus übertrifft diesen Rekord um das fast Neunfache und sendet eine klare Botschaft an Digital-Asset-Unternehmen, dass systematische Vernachlässigung von Compliance-Pflichten nicht länger toleriert wird.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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