Hongkong und China könnten zusammenarbeiten, um den Kryptosektor auszubauen
- Hongkong und China könnten bei Stablecoins und Blockchain zusammenarbeiten
- Die Branche fordert gemeinsame Standards für Krypto und Fintech in Asien
- Offshore Yuan Stablecoin könnte Hongkongs Position stärken
Während des Global Blockchain Summit in Shanghai betonten Branchenführer die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland, um das Wachstum der Kryptowährungs- und Fintech-Märkte in Asien voranzutreiben. Trotz des anhaltenden Verbots des Kryptohandels in China seit 2021 deuten das wachsende Interesse an an den Yuan gekoppelten Stablecoins und neue gemeinsame Initiativen darauf hin, dass eine Annäherung zwischen den beiden Regionen bevorstehen könnte.
Laut einem Bericht der South China Morning Post sagten Experten, dass Hongkong und Peking gemeinsam regulatorische und technologische Standards etablieren könnten, um ein global wettbewerbsfähigeres Ökosystem zu fördern. Hongkong, das im August seine Stablecoin-Verordnung verabschiedet hat, konsolidiert sich zunehmend als regionales Zentrum für digitale Vermögenswerte, während China auf die Ausweitung seiner digitalen Finanz- und KI-basierten Zahlungssysteme setzt.
Trotz dieser Fortschritte liegen beide Regionen bei der Krypto-Adoption weiterhin hinter anderen asiatischen Ländern zurück. Chainalysis-Daten zeigen, dass Indien, Japan, Vietnam und Indonesien das Ranking des in Kryptowährungsdiensten bewegten Wertes anführen, während Hongkong und China nur auf Platz 17 erscheinen.
Xiao Feng, Präsident von Wanxiang Blockchain und Hashkey Group, sprach sich für die Schaffung von „mehr Standards und Regeln“ für die Branche aus und merkte an, dass „die Blockchain-Technologie sich von den frühen Entwicklungsphasen zum Stadium großflächiger Anwendungen entwickelt hat.“ Er stellte fest, dass das Interesse an der Veranstaltung so groß war, dass die Tickets bereits Tage vor Beginn ausverkauft waren – etwas, das „seit Jahren nicht mehr passiert ist.“
Rachel Lee, Direktorin für Blockchain und digitale Vermögenswerte bei Hongkongs Cyberport, erklärte, dass sie die Beziehungen zu Stakeholdern auf dem chinesischen Festland stärken möchte, um die gemeinsame Entwicklung der Branche zu unterstützen. Lily Liu, Präsidentin der Solana Foundation, erklärte, dass die Organisation in das Entwickler-Ökosystem Chinas investiert und das Land als „Vorreiter bei digitalen Zahlungen“ bezeichnet.
Ein aktueller Bericht des Legislativrats von Hongkong deutete ebenfalls darauf hin, dass die Region die Unterstützung der Zentralregierung sucht, um einen Offshore-Renminbi-gestützten Stablecoin herauszugeben. Ein solcher Schritt könnte Hongkong als globales Zentrum für Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte festigen, während China ein neues Instrument zur Ausweitung seines monetären Einflusses und zur Förderung der internationalen Handelsabwicklung in der Landeswährung gewinnen würde.
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