Die Bitcoin-Minergebühren fallen auf ein 12-Monats-Tief und unterstreichen die langfristige Abhängigkeit von Blocksubventionen.
Die Transaktionsgebühren tragen derzeit etwa 300.000 US-Dollar pro Tag zum Einkommen der Miner bei und machen weniger als 1 % des gesamten Miner-Einkommens aus. Der folgende Auszug stammt aus dem Newsletter „Data and Insights“ von The Block.
Die Einnahmen von Bitcoin-Minern setzen sich aus zwei unterschiedlichen Komponenten zusammen: Blocksubventions-Belohnungen und Transaktionsgebühren. Der Subventionsanteil, derzeit 3,125 BTC pro Block, generiert für Miner täglich etwa 45 Millionen US-Dollar an Einnahmen, wird jedoch durch die Halbierungen weiter abnehmen, bis er um das Jahr 2140, wenn alle 21 Millionen Bitcoins gemined wurden, auf null sinkt.
Ab diesem Zeitpunkt verlagern sich die Anreize für Miner vollständig auf die Transaktionsgebühren, wobei Miner nur noch das verdienen, was Nutzer bereit sind, für den Erwerb von Blockspace zu zahlen. Dieses Wirtschaftsmodell geht davon aus, dass entweder das Transaktionsvolumen erheblich steigen oder der Preis von Bitcoin ausreichend an Wert gewinnt, um die Miner allein durch Gebühren angemessen zu entschädigen.
Transaktionsgebühren tragen derzeit etwa 300.000 US-Dollar pro Tag zu den Einnahmen der Miner bei, was ein 12-Monats-Tief darstellt und weniger als 1 % des gesamten Minereinkommens ausmacht. Diese Zahl verblasst im Vergleich zur Blocksubvention und unterstreicht die derzeit starke Abhängigkeit des Netzwerks von inflationsbasierten Belohnungen anstelle einer nachhaltigen Finanzierung durch Gebühren.
Die Transaktionsgebühren stiegen insbesondere in den Jahren 2023 und 2024 deutlich an. Diese Anstiege wurden durch Protokolle wie Ordinals und Runes ausgelöst, die vorübergehend eine anhaltende Nachfrage nach Bitcoin-Blockspace schufen.
Ähnliche Innovationen werden sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit entwickeln und könnten periodisch zu einem Anstieg der Gebührenerlöse führen. Es bleibt jedoch die Frage, ob solche Aktivitäten auf einem Niveau aufrechterhalten werden können, das ausreicht, um die Netzwerksicherheit in einer Umgebung ohne Subventionen zu gewährleisten.
Die derzeitige Onchain-Nutzung deutet darauf hin, dass Bitcoin in erster Linie als Netzwerk für monetäre Transfers dient und weniger als Plattform für vielfältige Anwendungen, was das Potenzial zur Generierung von Gebühren begrenzt.
Obwohl das Ende der Blocksubventionen noch mehr als ein Jahrhundert entfernt ist, werfen anhaltend niedrige Transaktionsgebühren Fragen zur langfristigen Wirtschaftlichkeit der Miner auf. Die vorherrschende Annahme ist, dass der Preis von Bitcoin ausreichend steigen wird, um selbst bescheidene Gebührenerlöse für Miner wirtschaftlich tragfähig zu machen.
Wenn ein erheblicher Teil der Miner aufgrund unzureichender Einnahmen aussteigen würde, würde das Netzwerk einen Rückgang der Hashrate und Schwierigkeitsanpassungen erleben, was während der Übergangszeit potenziell Sicherheitsbedenken hervorrufen könnte.
Derzeit bleibt dies eher ein zu beobachtendes Designelement als ein unmittelbares Problem, obwohl anhaltend geringe Onchain-Aktivität Aufmerksamkeit verdient, da die Blockbelohnungen weiterhin planmäßig abnehmen.
Dies ist ein Auszug aus dem Data & Insights Newsletter von The Block. Tauchen Sie ein in die Zahlen, die die aufschlussreichsten Trends der Branche ausmachen.
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