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Stromdiebstahl von über 1.1 Milliarden US-Dollar: Malaysische Bitcoin-Miner werden streng verfolgt

Stromdiebstahl von über 1.1 Milliarden US-Dollar: Malaysische Bitcoin-Miner werden streng verfolgt

ForesightNews 速递ForesightNews 速递2025/12/04 19:01
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Von:ForesightNews 速递

In Malaysia hat sich der Kampf gegen illegale Bitcoin-Mining-Gruppen zu einem „Katz-und-Maus-Spiel“ entwickelt.

In Malaysia hat sich der Kampf gegen illegale Bitcoin-Mining-Gruppen zu einem „Katz-und-Maus-Spiel“ entwickelt.


Verfasst von: Ryan Weeks, Kok Leong Chan, Netty Idayu Ismail, Bloomberg

Übersetzung: Chopper, Foresight News


In den Hochburgen des illegalen Kryptowährungs-Minings in Malaysia beginnt die Fahndung aus der Luft. Drohnen kreisen über Reihen von Ladenlokalen und verlassenen Häusern und suchen nach ungewöhnlichen Wärmequellen – ein typisches Signal für laufende illegale Mining-Geräte. Am Boden überprüfen Polizisten mit Sensoren auffällige Stromverbräuche. Manchmal sind die Methoden noch primitiver: Anwohner melden seltsame Vogelgesänge, woraufhin die Polizei feststellt, dass jemand absichtlich Naturgeräusche abspielt, um das Dröhnen der Maschinen hinter verschlossenen Türen zu übertönen.


Diese Werkzeuge bilden gemeinsam ein mobiles Überwachungsnetz, das sich ganz auf die Bekämpfung des illegalen Bitcoin-Minings konzentriert.


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Im Juli 2024 inspiziert ein Beamter Mining-Geräte nach einer Razzia gegen Bitcoin-Mining


Die verfolgten Mining-Unternehmen agieren äußerst vorsichtig: Sie wechseln häufig zwischen leerstehenden Geschäften und verlassenen Häusern, installieren Isolierschichten, um die beim Betrieb entstehende Wärmeabstrahlung zu verbergen, und sichern Ein- und Ausgänge mit Videoüberwachung, schwerem Sicherheitsequipment und Glasscherben-Barrieren, um ungebetene Gäste fernzuhalten.


Dies ist das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den malaysischen Behörden und den Bitcoin-Minern. In den letzten fünf Jahren hat Malaysia rund 14.000 illegale Mining-Standorte aufgedeckt. Laut Angaben des Energieministeriums hat das staatliche Energieunternehmen Tenaga Nasional (TNB) im gleichen Zeitraum Verluste in Höhe von 1.1 Milliarden US-Dollar durch Stromdiebstahl erlitten – und die Tendenz steigt weiter. Anfang Oktober dieses Jahres, als der Bitcoin-Preis ein Allzeithoch erreichte, hatten die Behörden bereits etwa 3.000 Fälle von strombezogenen Mining-Delikten registriert.


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Bitcoin erreichte im Oktober 2025 einen Rekordpreis von 126.251 US-Dollar, danach fielen die Kryptowährungspreise stark zurück


Inzwischen verschärft Malaysia die Maßnahmen. Am 19. November gründete die Regierung einen interministeriellen Sonderausschuss, dem das Finanzministerium, die Bank Negara Malaysia und der nationale Energiekonzern angehören. Diese Arbeitsgruppe wird die gezielte Bekämpfung illegaler Mining-Betreiber koordinieren.


„Das Risiko, solche Aktivitäten zu dulden, beschränkt sich nicht mehr nur auf Stromdiebstahl“, sagte Akmal Nasrullah Mohd Nasir, stellvertretender Minister für Energiewende und Wasserwirtschaft und Vorsitzender des Ausschusses. „Diese Aktivitäten können sogar unsere Strominfrastruktur beschädigen und stellen eine ernsthafte Herausforderung für das Stromnetz dar.“


Bitcoin-Mining ist im Kern ein Wettbewerb um Rechenleistung: Reihen von Spezialgeräten führen pro Sekunde Billionen von Berechnungen durch, um Transaktionen zu verifizieren und Bitcoin-Belohnungen zu erhalten.


Bitcoin-Mining ist ein großes Geschäft. Der weltweite Stromverbrauch für Bitcoin-Mining übersteigt bereits den Gesamtverbrauch von Südafrika oder Thailand. Laut dem Cambridge Centre for Alternative Finance finden derzeit über 75 % der weltweiten Bitcoin-Mining-Aktivitäten in den USA statt. Malaysias Anteil an der Branche ist dagegen weniger klar: Im Januar 2022 lag der globale Hashrate-Anteil bei 2,5 %, aber neuere Daten von Cambridge liegen nicht vor.


Klar ist jedoch, dass Malaysias Miner geschickt darin sind, verschiedenste spezielle Standorte für das Mining umzubauen.


Das Einkaufszentrum ElementX mit Blick auf die Straße von Malakka – ein riesiger Gebäudekomplex, der während der Corona-Pandemie verwaist war und sich seither nicht erholt hat. Heute sieht der Großteil des Einkaufszentrums immer noch wie eine Baustelle aus: Der Boden besteht aus blankem Beton, Kabel sind nicht abgedeckt. Anfang 2022 zog ein besonderer Mieter ein: Bitcoin-Miner. Erst Anfang 2025, nachdem ein TikTok-Video über den Mining-Betrieb viral ging, wurden die Mining-Geräte entfernt.


Auch im ostmalaysischen Bundesstaat Sarawak, hunderte Meilen entfernt, gibt es ähnliche versteckte Mining-Standorte. Bloomberg berichtete zuvor, dass ein Unternehmen namens Bityou auf einem alten Holzfällergelände eine Mining-Farm errichtet hat. Das Unternehmen äußerte sich nicht zu den in diesem Artikel angesprochenen Fragen.


In Malaysia ist Bitcoin-Mining grundsätzlich legal, sofern Betreiber Strom rechtmäßig beziehen und Steuern zahlen.


Akmal sieht das jedoch anders. Bei der ersten Sitzung des Sonderausschusses am 25. November diskutierten die Mitglieder, ob ein vollständiges Verbot des Bitcoin-Minings empfohlen werden sollte.


„Selbst wenn der Mining-Betrieb regelkonform ist, bleibt die extreme Volatilität des Marktes ein großes Problem“, betonte er. „Ich denke, derzeit kann kein Mining-Unternehmen von sich behaupten, im ‚rechtlichen Sinne erfolgreich zu operieren‘.“


Er fügte hinzu, dass die große Zahl illegaler Bitcoin-Mining-Standorte und die Vorgehensweise der Hintermänner darauf hindeuten, dass organisierte Kriminalität dahintersteckt.


„Diese Aktivitäten werden offensichtlich von kriminellen Gruppen gesteuert“, sagte Akmal. „Die Mobilität, mit der Mining-Geräte zwischen verschiedenen Standorten verlagert werden, zeigt, dass sich ein festes Vorgehen etabliert hat.“

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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