Galaxy-Analyst warnt vor mehreren Hindernissen für den CLARITY Act, 50% Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung vor den Zwischenwahlen
Am 21. April warnte Alex Thorn, Leiter der Forschungsabteilung bei Galaxy Digital, dass das entscheidende US-Kryptowährungsgesetz, der CLARITY Act, einen Wendepunkt erreicht hat. Sollten die Beratungen bis nach Mitte Mai verschoben werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz noch bis 2026 verabschiedet wird, erheblich. Derzeit wird die Chance, dass das Gesetz dieses Jahr in Kraft tritt, auf etwa 50 % oder sogar weniger geschätzt. Daten von Polymarket zeigen ebenfalls, dass die Verabschiedungswahrscheinlichkeit von 82 % im Februar auf 47 % gefallen ist. Thorn wies darauf hin, dass im Senat aktuell Themen wie die militärische Autorisierung für Iran, die Finanzierung des Department of Homeland Security sowie Präsidentschaftsnominierungen Vorrang haben, wodurch kaum Zeit für den Gesetzentwurf bleibt. Sollten die Demokraten nach den Zwischenwahlen im November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zurückgewinnen, könnten die Gesetzesbemühungen ins Stocken geraten. Obwohl das Gesetz im vergangenen Juli mit parteiübergreifender Mehrheit von 294 zu 134 Abgeordneten das Repräsentantenhaus passierte, gestalten sich die Verhandlungen im Senat komplexer und sind mit mehreren Hindernissen behaftet. Erstens waren Uneinigkeiten über Stablecoin-Belohnungen der Hauptgrund für die Verzögerung seit Januar. Zweitens stoßen Bestimmungen im Entwurf, die klarstellen, dass Entwickler von nicht-verwahrenden Softwarelösungen nicht unter 'Geldüberträger' fallen, auf Widerstand von Strafverfolgungsbehörden. Zudem wollen einige Demokraten über ethische Regelungen erreichen, dass Regierungsbeamte und deren Familien während der Amtszeit nicht von Krypto-Vermögenswerten profitieren dürfen. Schließlich erschweren Bedenken bezüglich der Befugnisse der SEC sowie unbesetzte Kommissarstellen die politische Lage zusätzlich. Thorn ist der Ansicht, dass eine vollständige Senatsabstimmung im Juli 'theoretisch möglich' sei, dafür jedoch außergewöhnlicher politischer Wille und Koordination erforderlich wären.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
US-Aktienmarkt in Bewegung | Chip-Aktien fallen allgemein, Intel (INTC.US) verliert über 7%
Am Montag fielen die Aktien der Chiphersteller überwiegend: Intel (INTC.US) verlor über 7 %, SK Hynix (SKHY.US) und SanDisk (SNDK.US) fielen ebenfalls um 7 %.

Anthropic kooperiert mit der Trump-nahen RUM Group (RUM.US)! Ein Großauftrag über Rechenleistung im Wert von 13,7 Milliarden Dollar weckt Sorgen über Interessenkonflikte.
Anthropic hat einen sechsjährigen Rechenleistung-Vertrag mit einem Gesamtwert von 13,7 Milliarden US-Dollar mit der RUM Group unterzeichnet. Die enge Beziehung der RUM Group zu Trump hat auch Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte ausgelöst.

Historische Daten zeigen: Eine einzelne Zinserhöhung reicht nicht aus, um den Bullenmarkt zu beenden; erst ein vollständiger Straffungszyklus stellt eine wirkliche Bedrohung dar.
Seit 1945 hat der S&P 500 insgesamt 12 Bärenmärkte mit einem Rückgang von über 20% und 4 starke Korrekturen von 18% bis 20% erlebt. Sechs dieser Fälle traten direkt nach einer von Zinserhöhungen ausgelösten Rezession auf, zwei weitere standen weder in Zusammenhang mit Zinserhöhungen noch mit einer Rezession. Goldman Sachs ist der Ansicht, dass der Markt bereits mehrere Zinserhöhungserwartungen eingepreist hat; Morgan Stanley warnt, dass steigende Renditen eine Korrektur auslösen könnten; JPMorgan konzentriert sich derweil stärker auf die Entwicklung der Ölpreise und der Unternehmensgewinne.
