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EZB-Zinserhöhung im Juni steht bevor: Straffung hat bereits begonnen, Vorsicht vor Neubewertung der Finanzmärkte

EZB-Zinserhöhung im Juni steht bevor: Straffung hat bereits begonnen, Vorsicht vor Neubewertung der Finanzmärkte

华尔街见闻华尔街见闻2026/05/28 11:56
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Von:华尔街见闻

In letzter Zeit hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine deutlich restriktivere Haltung eingenommen. Im vergangenen Monat äußerten sich innerhalb der EZB verstärkt Anhänger einer straffen Geldpolitik und formierten sich nahezu zu einer „Einheitsfront für eine Zinserhöhung im Juni“. Im April stieg die gesamte HICP-Inflationsrate im Euroraum auf 3,0 %, wobei die Energieinflation von 5,1 % im März auf 10,8 % anstieg und damit zum Haupttreiber der Preiserhöhungen wurde. Noch wichtiger ist, dass innerhalb der EZB die Sorgen um eine Zweitrundeneffekte-Inflation rapide zunehmen.

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Am 26. Mai erklärte das Vorstandsmitglied und als restriktivste Vertreterin geltende Isabel Schnabel eindeutig: „Das Ausmaß und die Dauer des aktuellen Schocks können nicht mehr ignoriert werden.“ Selbst wenn der Konflikt sofort beendet wäre, würden die Schäden an der weltweiten Energieinfrastruktur und den Lieferketten noch lange bestehen bleiben, weshalb „eine Zinserhöhung im Juni notwendig ist“. Die Präsidenten der Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten sowie Mitglieder des EZB-Rats, wie Joachim Nagel aus Deutschland, Martin Kocher aus Österreich und Yannis Stournaras aus Griechenland, senden ebenfalls weiterhin restriktive Signale. Selbst der als gemäßigt geltende Stournaras räumte ein, dass zur Wahrung der Glaubwürdigkeit der EZB eine Zinserhöhung im Juni „vielleicht unausweichlich“ sei. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bestätigte zudem, dass sich die Situation geändert habe und die im März prognostizierte Preissteigerung von 2,6 % für dieses Jahr möglicherweise nach oben angepasst werden müsse.

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Hinsichtlich der aktuellen Häufigkeit und Stärke der Äußerungen leitet die EZB ganz eindeutig die Erwartungen für die Sitzung im Juni. Der Markt hat derzeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Juni weitgehend eingepreist, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung liegt bei 76,6 %; gleichzeitig wird eine weitere Erhöhung im September berücksichtigt.

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Die von der Zinserwartung ausgelöste Straffung wirkt sich in Wahrheit bereits vorab aus. Der Markt preist derzeit eine Zinserhöhung um 60 Basispunkte innerhalb des Jahres ein, die Rendite der deutschen 10-jährigen Staatsanleihen ist von 2,6 % zu Jahresbeginn auf 3,2 % gestiegen, die Renditen von Staatspapieren steigen allgemein, und die Laufzeitprämien haben sich deutlich ausgeweitet. Besonders vor dem Hintergrund gleichzeitig steigender Haushaltsdefizite und steigender Verteidigungsausgaben setzen steigende Finanzierungskosten die öffentlichen Finanzen Europas unter Druck.

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Finanzielle Straffung wirkt bereits vorab – Realwirtschaft und Finanzmärkte stehen vor einer Bewährungsprobe

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