Der stellvertretende Vorsitzende der Reserve Bank of New Zealand: Sollten die Daten auf sekundäre Inflationswirkungen hindeuten, wird eine aggressivere Zinserhöhung in Erwägung gezogen.
Golden Ten Data, 29. Mai – Die stellvertretende Vorsitzende der Zentralbank von Neuseeland, Silk, erklärte, dass die Zentralbank von Neuseeland bislang noch keinen mittelfristigen Inflationsdruck festgestellt habe, jedoch bereit sei, im Falle eines Auftretens entschieden zu reagieren. „Derzeit gibt es noch keine frühen Anzeichen dafür, dass sich dies zwingend zu sehr starken Zweitrundeneffekten entwickeln wird“, sagte Silk am Freitag in einem Interview in Wellington. „Daher ist die entscheidende Frage: Wann beginnt man mit Zinserhöhungen? Und inwieweit kann ein schwächeres Wirtschaftswachstum den mittelfristigen Inflationsdruck ausgleichen und bremsen?“ Silk betonte, dass alle Optionen erwogen werden, einschließlich einer aggressiveren Zinserhöhung um 50 Basispunkte. „Wenn sich die Daten ändern und tatsächlich zeigen, dass Zweitrundeneffekte auftreten und die Lage sich deutlich verschlechtert, dann wird man sich diese Option immer offenhalten“, sagte sie. Umgekehrt sei es aber ebenso möglich, je nach Datenlage, die Entscheidung für einen gleichbleibenden Zinssatz erneut zu treffen, so Silk weiter.
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