Der S&P 500 Index ist in zwei Monaten um insgesamt 16 % gestiegen und hat damit nach dem Zweiten Weltkrieg einen seltenen Rekord aufgestellt. Die Deutsche Bank warnt: Das letzte Mal geschah dies vor dem Börsencrash von 1987.
Laut dem neuesten Forschungsbericht der Deutschen Bank ist der S&P 500 Index in den zwei Monaten von April bis Mai dieses Jahres insgesamt um 16% gestiegen, was einen äußerst seltenen Rekordanstieg seit dem Zweiten Weltkrieg darstellt. Die Deutsche Bank weist darauf hin, dass ein vergleichbarer Aufwärtstrend in den letzten achtzig Jahren nur viermal aufgetreten ist, darunter dreimal in Erholungsphasen nach einer Rezession. Der einzige Fall, der nicht auf eine Rezession folgte, ereignete sich wenige Monate vor dem „Schwarzen Montag“ des Börsencrashs 1987.
Laut Aufzeichnungen gab es auch im Zeitraum von Januar bis Februar 1987 eine ähnliche starke Aufwärtsbewegung an den US-Börsen. Am 19. Oktober desselben Jahres kam es dann zum berühmten „Schwarzen Montag“, an dem der S&P 500 Index an einem einzigen Tag um mehr als 20% einbrach und der Dow Jones Industrieindex einen massiven Verlust von 22,6% verzeichnete – eine der schwersten Tagesverluste in der Geschichte der Wall Street.
Henry Allen, Makrostratege der Deutschen Bank, betonte, dass der Markt derzeit nicht völlig ohne Fundamentaldaten-Unterstützung sei. Faktoren wie der anhaltende KI-Investitionsboom, starke Gewinne großer Technologiekonzerne und die Widerstandsfähigkeit wirtschaftlicher Daten treiben die US-Aktienmärkte weiterhin zu neuen Höchstständen. Er räumte jedoch ein, dass die Geschwindigkeit des aktuellen Anstiegs bereits alle historischen Beispiele außerhalb von Rezessionsphasen in der Neuzeit übertroffen hat.
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