World Gold Council: Die Abkühlung des physischen Marktes und das Energie-Risiko könnten zu einer anhaltend schwachen Entwicklung des Goldes führen.
Golden Ten Data, 4. Juni: World Gold Council: Einige physische Goldmärkte scheinen sich abzuschwächen, in Indien und Südkorea gibt es Gold-Geschäfte mit Abschlägen, und auch am japanischen Markt zeigt sich vereinzelt Verkaufsdruck. Die globalen Mittelzuflüsse in Gold-ETFs verliefen im Mai schwach. Angesichts der anhaltenden Konfrontation in der Straße von Hormus ist nicht auszuschließen, dass offizielle Stellen gelegentlich Gold swaps oder -verkäufe durchführen. Kurzfristig dürfte das größte Risiko vom Energiemarkt ausgehen. Die Ölpreise stehen im Mittelpunkt der Marktaufmerksamkeit, der Inflationserwartungen und der Entwicklung der Anleiherenditen. Sollten sinkende Lagerbestände den Energiepreis deutlich steigen lassen, könnte dies zunächst die Anleiherenditen nach oben treiben, den US-Dollar stärken und die aktuell schwache Goldpreisentwicklung verlängern. Erst anschließend werden die längerfristigen Auswirkungen allmählich vom Markt eingepreist.
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