Die Geschwindigkeit des Anstiegs der Seefrachtpreise ist ungewöhnlich, „ein Platz im Frachtraum ist schwer zu bekommen“ kehrt zurück. Brancheninsider: Der Trend der Seefrachtpreise für die zweite Jahreshälfte ist derzeit unklar.
Golden Ten Data berichtete am 5. Juni, dass die internationalen Seefrachtpreise in letzter Zeit stetig gestiegen sind. Der Hauptkontrakt des Containerfrachtindex (Europa-Route)-Terminkontrakts ist seit Ende April um über 50 % gestiegen. Darüber hinaus haben führende Reedereien wie Maersk und CMA CGM gebündelte Preisanpassungen angekündigt und auf mehreren Routen herrscht eine starke Knappheit an Frachtraum. Ein Verantwortlicher eines internationalen Speditionsunternehmens in Suzhou, Jiangsu, erklärte, dass es auf den Europa-, Südamerika- und Südostasienrouten zuletzt jeweils zu unterschiedlichen Preisanstiegen gekommen sei und die Geschwindigkeit sowie das Ausmaß dieses Preisanstiegs im Seeverkehr recht ungewöhnlich seien. Brancheninsider gaben an, dass der jüngste Preisanstieg bei der Seefracht in erster Linie durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten verursacht wurde, die die Transportkosten nach oben trieben. Die zunehmende Spezialisierung der globalen Arbeitsteilung und geopolitische Absicherungen haben einen anhaltenden Lagerauffüllungsbedarf ausgelöst. Zusätzlich wurden die Überseelagerbestände verstärkt aufgefüllt, während Europa und die USA vor Beginn der Hochsaison im zweiten Halbjahr in den Vorbereitungszyklus für die Bestandsauffüllung eingetreten sind. Der sprunghafte Anstieg des Frachtvolumens hat zu einer schnellen Verknappung von Kapazitäten geführt. Bezüglich der Preisentwicklung im Seeverkehr für das zweite Halbjahr herrscht derzeit jedoch noch Unsicherheit.
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