Nach 16 Wochen hoher Gaspreise sinken diese wieder, da die Produktion steigt und Lagerbestände im Überfluss vorhanden sind. Wasserkraft im Westen drückt die Strompreise.
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⑴ Die US-Erdgas-Futures fielen am Freitag um etwa 2 %, nachdem sie in der vorangegangenen Handelssitzung aufgrund von Prognosen über hohe Temperaturen und eine steigende Nachfrage Ende Juni ein 16-Wochen-Hoch erreicht hatten. Der Juli-Kontrakt schloss bei 3,281 US-Dollar pro Million British Thermal Units und verlor 1,6 %. Auf Wochensicht blieb er nahezu unverändert, während er in der Vorwoche insgesamt um etwa 13 % gestiegen war. ⑵ Laut institutionellen Daten sank die durchschnittliche Tagesproduktion in den zusammenhängenden 48 US-Bundesstaaten seit Juni auf 108,8 Milliarden Kubikfuß – niedriger als die 109,7 Milliarden im Mai und das Rekordhoch von 110,6 Milliarden im Dezember letzten Jahres. Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass das milde Wetter weiterhin zu einem Lagerüberschuss führt, der rund 5,4 % über dem Normalniveau liegt. ⑶ Am Spotmarkt stieg der Preis am West-Texas-Waha-Hub auf den höchsten Stand seit Anfang Februar, blieb aber weiterhin negativ, da die Nachfrage mit Beginn des Sommers steigt und die Pipeline-Unternehmen die Frühlingswartungsarbeiten abgeschlossen haben. In der Region Pazifischer Nordwesten drückten ein reichliches Angebot an günstiger Wasserkraft und eine schwache Nachfrage den Day-Ahead-Preis am Mid-Columbia-Hub an der Grenze zwischen Washington und Oregon auf 13 Cent pro Megawattstunde – der niedrigste Stand seit Mai 2020. ⑷ Laut Wettervorhersagen bleibt das Wetter vor dem 20. Juni meist warm, was die Nachfrage nach gasbetriebener Stromerzeugung ankurbeln dürfte. Institutionen schätzen, dass die Gesamtnachfrage in den zusammenhängenden 48 Bundesstaaten von derzeit 98,4 Milliarden Kubikfuß diese Woche auf 100,4 Milliarden in der nächsten und auf 104,3 Milliarden in zwei Wochen steigen wird. ⑸ Die durchschnittlichen Zuflüsse zu den neun großen US-LNG-Exportanlagen sanken von 17,1 Milliarden im Mai auf bisher 16,4 Milliarden im Juni, da mehrere Anlagen Frühjahrwartungen durchführten – darunter Golden Pass, ein Joint Venture von ExxonMobil und QatarEnergy, sowie das Freeport-LNG-Projekt.
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