Der Großteil der diesjährigen Goldgewinne wurde nahezu wieder abgegeben, kurzfristig bleibt eine Seitwärtsbewegung wahrscheinlich.
Laut Golden Ten Data vom 9. Juni ist der internationale Goldpreis seit Erreichen seines Rekordhochs Ende Januar dieses Jahres weiterhin volatil und abwärtsgerichtet. Im Juni hat sich mit den steigenden Zinserwartungen der Federal Reserve der Preisrückgang von Gold deutlich beschleunigt und die Gewinne seit Jahresbeginn wurden fast vollständig abgegeben. Bemerkenswert ist, dass trotz der anhaltenden Korrektur des Goldpreises die Kaufbereitschaft der Zentralbanken weltweit nicht nachgelassen hat und der Anteil von Gold an den offiziellen globalen Reservevermögen weiter steigt. Marktexperten sind der Ansicht, dass der durch den Israel-Iran-Konflikt verursachte Anstieg der Energiepreise nicht die traditionelle Funktion von Gold als sicheren Hafen aktiviert hat, sondern im Gegenteil durch die Erhöhung der Inflationserwartungen Druck auf den Goldpreis ausgeübt hat. Kurzfristig erhöht die Stärke des US-Dollar und die steigende Rendite amerikanischer Staatsanleihen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, sodass der Goldpreis weiterhin unter Druck steht. Mittel- bis langfristig dürften jedoch die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken, der Umbau des internationalen Reserve-Systems und der fortbestehende Bedarf an sicheren Anlagen dem Goldpreis Unterstützung bieten.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Mizuho senkt das Kursziel für eine Börse auf 43 US-Dollar.
Bank of America senkt das Kursziel für CSX Transportation auf 55 US-Dollar.
Truist senkt das Kursziel für ON Semiconductor auf 75 US-Dollar.
