Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran könnten den Markt in Richtung kohlenstoffbasierte Sektoren verschieben, Kupferpreise steigen aufgrund verschärfter Versorgungsengpässe außerhalb der USA, der Rückgang des Goldpreises ist hauptsächlich auf die Verschlechterung der mikrostrukturellen Handelsbedingungen zurückzuführen --- 0615 Makro-Entschlüsselung
- Die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran machen rasante Fortschritte; der Entwurf sieht die Aufhebung von Blockaden, die Wiedereröffnung der Meerenge und die Aufhebung von Sanktionen vor. Rohöl fällt, Gold steigt, die Aktienmärkte sind stark, der Markt rechnet mit etwa 0,6 Zinserhöhungen der Fed innerhalb dieses Jahres. Sollten die Ölpreise zurückgehen, könnte sich der Marktstil von Technologie auf zyklische Sektoren und Industrieprodukte sowie andere „karbonbasierte“ Richtungen verschieben.
- Im zweiten Quartal stieg der Kupferpreis stark an und durchbrach zeitweise 14.097 US-Dollar/Tonne; die Fundamentaldaten sind robust. Die COMEX-Bestände überstiegen die der LME; in den USA beschleunigen sich aufgrund von erwarteten Zöllen, Nachfrage aus dem Stromnetz und durch KI sowie aus strategischer Sicherheit die Kupferlagerungen. Die Preisdifferenz zwischen den Märkten weitet sich aus, das Arbitragefenster öffnet sich erneut, und das Versorgungsdefizit außerhalb der USA verschärft sich.
-
Der Rückgang des Goldpreises ist nicht primär auf Verkäufe durch Zentralbanken oder Liquiditätsverknappung zurückzuführen, sondern vor allem darauf, dass sich nach erhöhtem Leverage im vierten Quartal des vergangenen Jahres die mikrostrukturellen Handelsbedingungen verschlechtert haben; die Verknappung der Liquidität wirkt hier nur als Katalysator. Die Liquidität wird leichter verknappt als gelockert, die absolute Rendite von Gold ist begrenzt; es bedarf eines Signals, dass die Handelsstruktur von Gold wieder von den US-Staatsanleihenrenditen entkoppelt ist.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Hedgefonds werden zum ersten Mal seit 14 Monaten auf den japanischen Yen bullish – ist ein Wendepunkt für Carry-Trades erreicht?
Hedgefonds sind seit Juli 2025 erstmals wieder optimistisch gegenüber dem Yen und beginnen darauf zu wetten, dass der Yen stärker wird.
Der Betreiber der neuen KI-"Cloud" Nscale (NSCL.US) strebt einen Börsengang an der US-Börse an und plant, bis zu 3 Milliarden US-Dollar einzunehmen; Anthropic investiert 45 Milliarden US-Dollar, um Rechenleistung zu sichern.
Der Entwickler von KI-Datenzentren Nscale hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde einen Antrag auf einen Börsengang eingereicht und plant einen Börsengang an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol "NSCL".
