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Die geopolitische Prämie bleibt bestehen, die US-Anleiherenditen schwanken auf hohem Niveau und kurzfristige Volatilität bestimmt das Geschehen.

Die geopolitische Prämie bleibt bestehen, die US-Anleiherenditen schwanken auf hohem Niveau und kurzfristige Volatilität bestimmt das Geschehen.

汇通财经汇通财经2026/06/22 12:52
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⑴ US-Staatsanleihen stehen weiterhin unter doppeltem Druck: die bereits vor dem Krieg mit Iran beschleunigte Kerninflation sowie die Zweifel des Marktes an der Beständigkeit des Friedensabkommens zwischen den USA und Iran. Der Golf von Hormuz kann seine frühere Rolle als risikofreier Energiekorridor kaum wiedererlangen. ⑵ Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen erreichte mit 4,23 % ein neues zyklisches Hoch, die zehnjährige kletterte auf 4,505 %. Der Spread zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen schrumpfte auf 25 Basispunkte und markiert damit den flachsten Verlauf dieser Runde. ⑶ Das US-Iran-Abkommen beinhaltet zwar einen Waffenstillstandsmechanismus und die Wiederöffnung des Golf von Hormuz, aber Israel und Hisbollah sind nicht direkte Verhandlungspartner. Trump warnt Iran davor, die Seezufahrt erneut zu blockieren, während Teheran darauf besteht, vor dem Ende des Libanon-Konflikts keine weiteren Themen zu verhandeln — die Aussichten auf eine dauerhafte Lösung bleiben höchst ungewiss. ⑷ Selbst wenn der Golf von Hormuz offen bleibt, haben die jüngsten Ereignisse die Neupreiseinschätzung des Marktes für geopolitische Risiken verstärkt. Energieverbraucher, Produzenten und der Schifffahrtsmarkt werden weiterhin Anpassungen vornehmen, was die Ölpreise strukturell nach oben treibt. Institute erwarten, dass Rohöl eher im Bereich von 87 bis 90 US-Dollar schwankt und nicht dauerhaft unter 70 US-Dollar bleibt. ⑸ Dieses Umfeld hält die Inflationssorgen und den Aufwärtsdruck auf die Renditen von US-Staatsanleihen – insbesondere am vorderen Ende der Kurve – aufrecht, da der Markt auf energiegetriebene Preisentwicklungen, die den Lockerungspfad der Federal Reserve gefährden, hochsensibel reagiert. ⑹ Bank of America Global Research geht nun davon aus, dass die Federal Reserve im September, Oktober und Dezember 2026 jeweils die Zinsen um 25 Basispunkte anhebt. Noch im letzten Monat hatte die Bank ihren Ausblick von Zinssenkung auf Beibehaltung der Zinssätze geändert; die Geschwindigkeit der Kehrtwende unterstreicht, wie schnell sich die Sicht auf Wachstum, Inflation und Fed-Politik im Markt dreht. ⑺ Der Wirtschaftskalender am Montag ist dünn: Es gibt weder Datenveröffentlichungen noch Reden der Federal Reserve. Das Finanzministerium wird 89 Milliarden US-Dollar an 13-wöchigen und 77 Milliarden US-Dollar an 26-wöchigen T-Bills versteigern; beim Handel empfiehlt sich weiterhin, im Bereich von 4,47 % bis 4,50 % bei zehnjährigen Anleihen auf dem Hoch zu verkaufen.
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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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