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Alternative Daten schlagen Alarm: Kalshi setzt stark auf einen Preisrückgang bei Nvidia-Chips, Mythos der Preismacht steht auf dem Prüfstand

Alternative Daten schlagen Alarm: Kalshi setzt stark auf einen Preisrückgang bei Nvidia-Chips, Mythos der Preismacht steht auf dem Prüfstand

华尔街见闻华尔街见闻2026/06/23 07:26
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Von:华尔街见闻

Die Preissetzungsmacht von Nvidia wird derzeit vom Markt direkt infrage gestellt. Laut den Handelsdaten der Prognoseplattform Kalshi setzen Händler mehrheitlich darauf, dass der Mietpreis für die Rechenleistung des Nvidia-Flaggschiffs GPU B200 bis zum Ende des zweiten Quartals nicht auf das jüngste Hoch zurückkehren wird. Dieses alternative Datensignal korrespondiert mit der jüngsten relativen Schwäche des Nvidia-Aktienkurses, was die kurzfristigen Aussichten für den KI-Chiphersteller am Markt vorsichtiger erscheinen lässt.

Laut Daten der Plattform Ornn, die die Echtzeitpreise für GPU-Rechenleistung verfolgt, stieg der Stundenpreis für die Rechenleistung des Nvidia B200 am 30. Mai auf ein Drei-Monats-Hoch von 6,11 US-Dollar, fiel jedoch danach kontinuierlich und lag am 21. Juni mit 4,22 US-Dollar bereits mehr als 30 % unter dem Spitzenwert. Im gleichen Zeitraum sank der Nvidia-Aktienkurs im vergangenen Monat um etwa 3 %, während der Philadelphia Semiconductor ETF (SMH) um 15 % zulegte. Aktien von Speicherchip-Herstellern wie Micron Technology und Sandisk stiegen im gleichen Zeitraum jeweils um fast 60 %.

Die entsprechenden Kontrakte auf der Kalshi-Plattform werden am 30. Juni abgerechnet, wobei die B200-Rechenleistungspreise auf der Ornn-Plattform als Referenz dienen. Die aktuelle Positionierung der Händler zeigt, dass die Mehrheit davon ausgeht, dass der B200-Preis vor Monatsende nicht das Hoch vom Mai übertreffen wird. Diese pessimistischen Wetten zielen direkt auf die Kernfrage ab, ob Nvidia in der Aufbauphase der KI-Infrastruktur seine starke Preissetzungsmacht aufrechterhalten kann.

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Aktienkurs bleibt hinter der Konkurrenz zurück, Nvidia stagniert relativ

Obwohl Nvidia seit Jahresbeginn immer noch um rund 12 % zugelegt hat, hinkt die jüngste Entwicklung deutlich hinter dem Gesamtmarkt für Halbleiterwerte her. Der SMH-ETF ist seit Beginn des Jahres um beeindruckende 84 % gestiegen und verzeichnete allein im laufenden Monat einen Anstieg von 15 %. Im Vergleich dazu bleibt Nvidia klar zurück.

Die Aufmerksamkeit des Marktes verschiebt sich. Derzeit fokussiert sich die Wall Street auf Speicherchips und die nächste Ausbaustufe der KI-Infrastruktur, wobei Micron Technology und Sandisk zu den Hauptprofiteuren des Kapitalzuflusses wurden. Beide haben im vergangenen Monat fast 60 % zugelegt. Nvidia wurde in dieser Aufwärtsbewegung klar an den Rand gedrängt, und Anleger reagieren zunehmend sensibel auf das Fehlen kurzfristiger Kurstreiber.

B200-Rechenleistungspreis fällt, Unsicherheit bei Angebot und Nachfrage

Der Rückgang beim Preis für die B200-Rechenleistung spiegelt die tiefgreifende Unsicherheit auf beiden Seiten des Marktes für KI-Infrastruktur wider.

Seoyoung Kim, Professorin für Finanzen an der Santa Clara University, erklärte gegenüber CNBC: "Viele Unternehmen wissen nicht, wie viel Rechenleistung sie im kommenden Jahr benötigen werden, die Anbieter von Rechenleistung wissen ebenfalls nicht, wie viele GPUs sie bestellen oder in welchem Umfang sie einkaufen sollen, und Hersteller wie Nvidia wiederum wissen auch nicht, wie viele sie produzieren sollen." Diese dreifache Informationsasymmetrie macht die Preisschwankungen auf dem GPU-Mietmarkt zur Normalität und erschwert es dem Markt, stabile Prognosen über Nvidias Einnahmen zu erstellen.

Die meisten Unternehmen mieten GPU-Rechenleistung über Cloud-Dienste oder über neue "Neocloud"-Plattformen, wobei die Mietpreise entsprechend den Nachfrageschwankungen für KI-Infrastruktur variieren. Der B200-Mietpreis ist seit dem Hoch um mehr als 30 % gefallen, was entweder auf ein kurzfristig größeres Angebot oder ein verlangsamtes Nachfragewachstum hindeutet.

Großauftrag von Google und SpaceX beflügelt, RBC zuversichtlich für zweite Jahreshälfte

Obwohl die aktuellen Daten schwächer ausfallen, wird Nvidia weiterhin von fundamentalen Faktoren gestützt. Anfang des Monats unterschrieben Google und SpaceX einen Vertrag, nach dem sie von Oktober 2026 bis Juni 2029 monatlich 920 Millionen US-Dollar für die Anmietung von KI-Rechenleistung zahlen werden, wobei etwa 110.000 Nvidia-GPUs und zugehörige Hardware eingesetzt werden sollen.

Nach der Bekanntgabe dieses Deals äußerte sich Royal Bank of Canada Capital Markets (RBC Capital Markets) optimistisch hinsichtlich der Entwicklung von Nvidia in der zweiten Jahreshälfte 2026 und für 2027 und erklärte, Nvidia sei "in der besten Position aller Unternehmen dieser Art". In dem Bericht der Analysten heißt es: "Unabhängig vom genauen Grund dürften diese Mietverträge für GPUs die anhaltenden Sorgen am Markt über einen Marktanteilsverlust von Nvidia an spezialisierte Chips (ASIC) zumindest kurzfristig ausräumen."

Signalwert alternativer Daten

Die Aufmerksamkeit für die Preisdaten auf Kalshi erklärt sich dadurch, dass hier ein Marktsignal geboten wird, das unabhängig von traditionellen Sell-Side-Analysen existiert. Das Preismechanismus in Prognosemärkten spiegelt direkt die tatsächlich gehaltenen Positionen und Wahrscheinlichkeitsannahmen der Marktteilnehmer wider – nicht die subjektiven Prognosen von Analysten.

Derzeit positionieren sich Kalshi-Händler dahin gehend, dass der Preis für die B200-Rechenleistung bis zum Quartalsende das Hoch aus dem Mai nicht übersteigen wird, was mit dem jüngsten Kursverlauf der Nvidia-Aktie übereinstimmt. Für Anleger bedeutet dies, dass der Markt weiterhin einen neuen Gleichgewichtspunkt zwischen dem langfristigen Optimismus, der durch Großaufträge etwa von Google ausgelöst wird, und dem kurzfristigen Preisdruck im Rechenleistungsmarkt sucht. Ob Nvidia seine Preissetzungsmacht im kommenden Quartal bestätigen kann, wird dabei zu einem entscheidenden Indikator für die fundamentale Entwicklung.

 

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