Der PMI des britischen Dienstleistungssektors fällt unter die Wachstumsschwelle auf 48,7 – der neue Premierminister übernimmt eine angeschlagene Wirtschaft.
⑵ Die Umfrage zeigt, dass das Volumen der neuen Geschäftsaufträge den Tiefpunkt seit Januar 2021 erreicht hat. Die Beschäftigungsindikatoren sind ebenfalls stark gesunken, das Tempo der Entlassungen bei Unternehmen beschleunigt sich und S&P Global warnt, dass der allgemeine Kostendruck weiterhin auf einem relativ hohen Niveau bleibt – nur die Energiekosten wurden durch die erwartete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran leicht entlastet.
⑶ Nachdem Starmer am Montag seinen Rücktritt angekündigt hat, unterstreichen die PMI-Daten des Dienstleistungssektors das wirtschaftliche Dilemma, mit dem der potenzielle neue Premierminister Burnham konfrontiert sein dürfte: Die britische Wirtschaft schrumpfte im Mai bereits um 0,1 %, im Juni ist mit einer Fortsetzung des schwachen Trends zu rechnen. Das Wachstum im zweiten Quartal ist praktisch zum Stillstand gekommen, und die zu Beginn des Jahres starke Dynamik wurde vollständig umgekehrt.
⑷ Auch der PMI für die Industrie ist von 53,9 auf 53,1 gefallen und hat damit den niedrigsten Stand seit drei Monaten erreicht. Der Composite-PMI sank auf 49,4 – das schlechteste Ergebnis seit April 2025. Die anhaltende Expansion im Schrumpfungsbereich zeigt, dass sich die Aktivitäten im privaten Sektor insgesamt erheblich abkühlen.
⑸ S&P Global weist darauf hin, dass die Instabilität im Inland die Zuversicht einiger Unternehmen beeinträchtigt hat. Die anhaltende, besorgniserregende Abnahme der Beschäftigung gepaart mit dem Mangel an neuen Geschäftsaufträgen bedeutet, dass die britische Wirtschaft eine stabile Phase der Politik benötigt, um wieder Wachstumsdynamik zu gewinnen.
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