Die Marktstimmung drückt den Goldpreis nach unten, während die Zentralbanken im Stillen antizyklisch kaufen – Chancen machen nie Lärm.
Huitong Net, 24. Juni—— Die Risikobereitschaft nimmt ab, der Goldpreis steht unter Druck, Zentralbanken kaufen bei Kursrückgängen Gold, und Signale einer Wende nach dem Rückgang rücken näher.
Am Mittwoch (24. Juni), während der asiatisch-europäischen Handelssitzung, zeigte der Spot-Goldpreis eine Erholung nach einem leichten Rückgang und setzt den Abwärtstrend fort. Aktuell wird bei etwa 4085 gehandelt, was einen Rückgang von 0,59 % bedeutet; im Laufe des Tages wurde ein Tiefststand bei 4050 erreicht.
In letzter Zeit hat sich die geopolitische Lage im Nahen Osten vorübergehend verändert: Die Schifffahrtsbedingungen in der Straße von Hormus wurden angepasst, und mehrere diplomatische Initiativen zeigen Wirkung – die Intensität der regionalen Konflikte hat sich deutlich abgeschwächt, was sich insgesamt positiv auf den Goldpreis auswirkt.
US-Reise in den Golf stabilisiert Allianzen und begegnet regionalen Zweifeln am Abkommen
Um die Stimmung der Golfalliierten zu stabilisieren und regionale Differenzen zu entschärfen, hat US-Außenminister Marco Rubio eine diplomatische Rundreise durch die Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait und Bahrain begonnen.
Zuvor hatte US-Vizepräsident Vance Delegationen geleitet, und sowohl die USA als auch der Iran haben in der Schweiz zweitägige intensive diplomatische Konsultationen abgehalten und ein vorübergehendes Waffenstillstandsabkommen erzielt.
Es ist erwähnenswert, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain zuvor aufgrund eines gemeinsamen US-israelischen Luftangriffs auf den Iran Vergeltung durch iranische Drohnen- und Raketenangriffe über ihre Grenzen hinweg erfahren haben. Im Vergleich zur Trump-Regierung vertreten diese drei Golfstaaten derzeit eine härtere Haltung gegenüber dem Iran und äußern erhebliche Zweifel daran, dass das US-iransche Abkommen zu Gunsten Irans ausfällt und die Sicherheitsinteressen der Golfstaaten schädigt.
USA erläutern Einzelheiten des Abkommens und setzen strikte Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit dem Iran
Bezüglich der Hauptsorgen der Golfstaaten hat Rubio öffentlich Stellung bezogen.
Erstens wird das vom Iran geplante nationale Investitionsfonds in Höhe von 300 Mrd. USD nicht genehmigt. Die USA setzen folgende Bedingungen:
Der Iran muss auf seine revolutionäre Expansionspolitik samt Export von Extremismus verzichten und sich in einen rechtskonformen, marktorientierten souveränen Staat wandeln. Erst dann werden die Finanzmittel freigegeben;
Zweitens,
Es ist jedoch zu beachten, dass diese Inhalte nicht ausdrücklich im Memorandum festgehalten wurden, sondern lediglich die übliche Forderung der USA darstellen. Sie werden wahrscheinlich Thema der kommenden 60-tägigen Waffenstillstandsverhandlungen sein und bleiben zentrale Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran.
Einigung auf Streit um Durchfahrtsgebühren – Iran gewährt 60 Tage freie Passage
Der Streit um die Durchfahrtsgebühren in der Straße von Hormus war der zentrale Konfliktpunkt der diesjährigen diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran.
Die USA bestehen weiterhin auf dem Völkerrecht und betrachten die Meerenge als internationale Wasserstraße; Anrainerstaaten sind nicht berechtigt, Gebühren zu erheben. Rubio machte deutlich, dass die USA keinerlei Toleranz für die Gebührenerhebung durch den Iran zeigen, und auch die Golfstaaten fordern eine gebührenfreie Passage.
Die USA und der Iran haben parallel einen eigenen Kommunikationsmechanismus eingerichtet, um etwaige Notfälle in der Schifffahrt in Echtzeit zu bearbeiten. Nach Ablauf der 60 Tage sollen die genauen Transitbestimmungen in neuen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran festgelegt werden.
Zuvor hatte Oman in Zusammenarbeit mit der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation bereits einen temporären Schifffahrtskorridor durch die Meerenge eingerichtet, um eine geordnete Passage für rechtmäßige Handelsschiffe zu gewährleisten und sich dem diplomatischen Tempo der Entspannung zwischen den USA und dem Iran anzupassen.
Aufschwung der Schifffahrt treibt Frachtkosten in die Höhe, geopolitische Entspannung belastet internationale Ölpreise
Der Aufschwung der Schifffahrt hat die Preise am Tankermarkt für Charterverträge in die Höhe schnellen lassen.
Gestützt von der Erholung der Exportnachfrage nach Rohöl sind die Frachtraten für regionale Tanker beträchtlich gestiegen. Die Gewinne der Tankerbetreiber haben diese Woche ein neues Zwischenhoch erreicht.
Den Daten zufolge haben sich die Kosten für die Anmietung eines Tankers außerhalb der Straße von Hormus von 106.500 USD pro Woche letzte Woche auf 190.500 USD pro Tag fast verdoppelt. Die Frachtpreise für Charterverträge im gesamten Golfgebiet sind ebenfalls stark gestiegen.
Zusammenfassung und technische Analyse:
Eigentlich führt die geopolitische Wende zu positiven Effekten für Gold, jedoch hat die jüngste Volatilität an den Aktienmärkten den Goldpreis zusätzlich unter Druck gesetzt. Da der Goldpreis derzeit vergleichsweise günstig ist, könnte Gold nach vorübergehenden Marktstörungen den Abwärtstrend überwinden – vielleicht schon heute. Gelegenheiten entstehen durch Rückgänge, Risiken durch Kursanstiege. Der Wendepunkt für Gold sollte weiter beobachtet werden.
Aus technischer Sicht befindet sich Gold weiterhin im Abwärtstrendkanal und stößt derzeit an die untere Begrenzung des Kanals sowie das wichtige 0,618-Niveau, was eine Unterstützung bietet. Im weiteren Verlauf sollten Breakout-Chancen an der Mittellinie des Kanals sowie an der fallenden Trendlinie beobachtet werden.
(Tagesschart Spot-Gold, Quelle: EasyHuitong)
Um 16:03 Uhr (UTC+8) notiert Spot-Gold aktuell bei 4.076 USD pro Unze.
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