Wenn starke Kursschwankungen zur Gewohnheit werden: Der südkoreanische Aktienmarkt wird allmählich zu einem „Meme-Markt“.
Golden Ten Data berichtete am 24. Juni, dass die Volatilität des südkoreanischen Leitindex ein extremes Niveau erreicht hat, sodass Investoren und Analysten die heftigen Kursschwankungen am Markt mit der „Meme-Aktien“-Manie vergleichen. Auch wenn dieser Vergleich zunächst übertrieben erscheint – schließlich wird der Kospi-Index durch die starken Gewinne global führender Chiphersteller gestützt – ist er nicht ganz unbegründet. Das Interesse der Privatanleger nimmt stetig zu: In diesem Jahr verzeichnete der Kospi an 20 Handelstagen einen Schlusskurs mit einer Schwankung von mindestens 5 %, während es im gesamten Jahr 2025 nur zweimal dazu gekommen war. Samsung Electronics erzielte in diesem Jahr an 8 Handelstagen eine Kursbewegung von mindestens 10 %, im Vorjahr war dies kein einziges Mal der Fall; bei SK Hynix war dies in diesem Jahr 11-mal der Fall, 2025 dagegen nur zweimal. Dies erinnert an die Zeiten, als Aktien wie GameStop und Bed Bath & Beyond (BBBY) von Kleinanlegern leidenschaftlich gekauft wurden. Einer der Haupttreiber für den Anstieg der Volatilität ist die massive Nachfrage von Privatanlegern nach gehebelten ETFs auf Einzelwerte. Zudem verstärkt die zunehmende Dominanz dieser beiden Schwergewichte die Schwankungen. Nach Schätzungen von Goldman Sachs könnte eine 5%ige Schwankung des südkoreanischen Aktienmarkts Mittelumschichtungen im Wert von rund 4,7 Milliarden Dollar bei ETFs auslösen, da Optionshändler ihr Risiko neu kalibrieren müssten. Diese Summe entspricht etwa einem Achtel des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens am südkoreanischen Aktienmarkt.
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