Goldman Sachs warnt: Der KI-Investitionsboom hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht, aber die Marktbewertung liegt deutlich über den Fundamentaldaten.
Am 24. Juni erklärte Goldman Sachs in seinem neuesten Forschungsbericht, dass der Investitionsboom im Bereich KI noch nicht seinen Höhepunkt erreicht habe, der Markt die zukünftigen Renditen jedoch deutlich vor den makroökonomischen Realisierungen bepreise. Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Anteil der US-Technologieinvestitionen am BIP den Höchststand während der Internetblase der 1990er Jahre übertroffen habe, wobei die Investitionserwartungen für wichtige Cloud-Anbieter für das Jahr 2026 in den letzten sechs Monaten um fast 80 % nach oben korrigiert wurden. Diese Investitionswelle treibt weiterhin das Umsatz- und Gewinnwachstum in den Bereichen Halbleiter, Cloud-Computing, Server und Lieferketten für Rechenzentren an, was zu immer höheren Bewertungen von KI-bezogenen Vermögenswerten führt. Im Gegensatz zu den späten 1990er Jahren resultieren die aktuellen Risiken jedoch nicht mehr in erster Linie aus einer reinen Bewertungssteigerung, die sich von den Fundamentaldaten löst, sondern zunehmend aus den Markterwartungen an die langfristige Nachhaltigkeit hoher Gewinnmargen und Kapitalrenditen. Goldman Sachs ist der Ansicht, dass sich der zentrale Widerspruch des KI-Marktes verschärft: Die Fundamentaldaten bleiben stark, aber der Markt hat bereits zu viele künftige Gewinne eingepreist.
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