Bitunix-Analyst: Vor dem PCE-Test steht der globale Vermögensmarkt vor einer echten Preisbildungsphase
BlockBeats-Nachricht, am 25. Juni: Der globale Markt richtet seinen Fokus nicht mehr darauf, ob sich der Konflikt im Nahen Osten verschärft, sondern darauf, ob die US-Inflation nach Abkühlung der Energie-Risiken wieder zum Hauptfaktor für die Preisentwicklung von Vermögenswerten wird. Mit der fortlaufenden technischen Konsultation zwischen den USA und Iran und der schnellen Wiederherstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormuz nimmt die Risikovermeidung am Markt deutlich ab, jedoch fließt das Kapital nicht zurück in eine lockere Erzählung, sondern beginnt vielmehr, die Kosten für Kapital in einer teureren Umgebung neu zu bewerten.
Der Markt konzentriert sich derzeit stark auf die bevorstehenden PCE-Daten für Mai. Laut Prognosen der wichtigsten Wall-Street-Institutionen wird sowohl der Gesamt-PCE als auch der Kern-PCE nahezu einhellig erwartet, gegenüber dem Vormonat weiter anzusteigen. Was den Markt wirklich beunruhigt, sind nicht die Energiepreise, sondern die nach wie vor hohe Klebrigkeit der Kerninflation. Sollte die Kernpreissteigerung anhaltend stark ausfallen, bedeutet dies, dass das Inflationsproblem sich vom geopolitischen Schock zunehmend zu strukturellen Faktoren verschiebt und der Druck auf die Federal Reserve, hohe Zinsen beizubehalten oder sogar erneut zu erhöhen, gleichzeitig wächst.
In letzter Zeit hat sich die Marktpreisbildung ebenfalls deutlich verändert. US-Finanzministerin Bessent hat erneut die Dominanz des US-Dollars betont und öffentlich die Politik von Walsh unterstützt, die vorausschauende Guidance zu entschärfen. Das bedeutet, dass die Federal Reserve ihre politische Vorhersehbarkeit möglicherweise weiter reduziert und stattdessen auf datengetriebene Entscheidungen setzt, wobei der Markt die Zinspreise eigenständig bestimmt. Die Abflachung der Zinskurve, die anhaltende Stärke des US-Dollars sowie der gleichzeitige Rückgang von Gold und Silber zeigen, dass das Kapital die Risiken einer länger anhaltenden Hochzinsphase neu bewertet.
Auf der anderen Seite führen die starken Geschäftszahlen von Micron zu Kursgewinnen im globalen Halbleitersektor und TSMC erhöht die Preise für fortschrittliche Fertigung, was den anhaltenden Investitionsboom in AI-Infrastruktur widerspiegelt. Ob Technologiewerte und die AI-Wertschöpfungskette jedoch weiter höhere Kapitalkosten absorbieren können, wird zum wichtigen Beobachtungspunkt der Märkte in der zweiten Jahreshälfte. Der Markt mangelt aktuell nicht an Wachstumsgeschichten, sondern daran, abzuschätzen, ob dieses Wachstum ausreicht, um die höheren Abzinsungsraten zu überstehen.
Für den Kryptomarkt stammen die größten kurzfristigen Risiken und Chancen direkt aus den PCE-Daten. Sollte die Inflation erneut die Erwartungen übersteigen, könnten die Wetten auf Zinserhöhungen weiter zunehmen und US-Dollar sowie kurzfristige Staatsanleihen wieder mehr Kapital anziehen; umgekehrt, falls der Inflationsdruck nachlässt, könnten Risikoaktiva eine Verschnaufpause erhalten. In den kommenden Tagen liegt der Fokus des Handels nicht auf dem Thema Naher Osten, sondern darauf, ob die Federal Reserve einen Grund hat, das Zinserhöhungsinstrument erneut zu ergreifen. Wenn der Markt beginnt, politische Risiken statt Kriegsrisiken zu handeln, werden sich auch die Quellen der Preisschwankungen von Vermögenswerten grundlegend verändern.
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