Macquarie: Das Jahresendziel für den Goldpreis wurde auf 4.300 US-Dollar gesenkt, erwartet wird ein jährlicher Rückgang von Gold ab dem nächsten Jahr bis 2030.
Laut Golden Ten Data vom 26. Juni erklärten Strategen von Macquarie, dass sich derzeit alles auf die Entwicklung der Inflation sowie darauf konzentriert, ob die Zentralbanken (insbesondere die Federal Reserve) ihre Politik straffen werden, um die Preise zu kontrollieren. Das deutliche Ende des Nahost-Konflikts sowie eine restriktivere Haltung der Federal Reserve haben zu einem Rückgang des Goldpreises geführt. Der Ton der ersten Sitzung des neuen Federal Reserve-Vorsitzenden Walsh war „eher restriktiv“. Unter seiner Führung hat die Zentralbank die Fähigkeit, die Goldmarktpreise zu „beeinflussen oder zu drücken“. Die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten werden voraussichtlich das globale Wachstum im dritten Quartal belasten. Danach sollte das weltweite Wachstum letztlich wieder anziehen und der Beginn eines Zyklus geldpolitischer Lockerungen dürfte den Goldpreis weiter nach unten treiben, da mehr Investoren ihr Kapital aus Edelmetallen in andere Anlagen umschichten. Investoren haben fortlaufend Gewinne mitgenommen und sind in den Aktienmarkt gewechselt, was Raum für eine Rückkehr in den Edelmetallsektor schafft und dadurch die Preise wieder steigen lassen könnte – allerdings könnte hierfür ein bedeutendes makroökonomisches Ereignis nötig sein, um das Interesse an Gold erneut zu entfachen. Für 2026 prognostiziert die Bank einen durchschnittlichen Spot-Goldpreis von 4641 US-Dollar, ein Anstieg von 35 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2027 wird jedoch ein Rückgang des Durchschnittspreises um 9,5 % auf 4200 US-Dollar erwartet, der sich anschließend bis 2030 jährlich fortsetzen soll. Die Prognose für den Gold-Spotpreis zum Jahresende wurde von 4400 US-Dollar auf 4300 US-Dollar gesenkt.
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