Südkoreaner besitzen im Durchschnitt mehr als zwei Aktiendepots, während ausländische Investoren auf dem koreanischen Aktienmarkt verkaufen und Privatanleger mit Hebel agieren.
Gelonghui, 27. Juni – Laut CCTV Finance hat der südkoreanische Aktienmarkt in letzter Zeit wiederholt neue Höchststände erreicht, und der Korea Composite Stock Price Index hat sich seit Jahresbeginn nahezu verdoppelt. Doch erst gestern (am 26.) fiel der Korea Composite Stock Index im Tagesverlauf zeitweise um mehr als 8 % und löste in dieser Woche zum zweiten Mal die Aussetzung des Handels (Circuit Breaker) aus. Innerhalb nur einer Woche hat der südkoreanische Aktienmarkt damit zweimal einen „Achterbahn"-Verlauf erlebt und zieht damit weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Daten zeigen, dass der Anteil der Privatanleger am Handel in Südkorea besonders hoch ist. Bis zum 24. Juni lag die Gesamtzahl der Aktienhandelskonten in Südkorea bei 108,77 Millionen, während die Gesamtbevölkerung Südkoreas nur etwas mehr als 50 Millionen beträgt – im Schnitt besitzt jede Person mehr als zwei Wertpapierkonten, und große Mengen an Kapital fließen per Hebelwirkung über ETFs in den Markt. In der vergangenen Woche drückte die restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank den hoch bewerteten Technologiesektor deutlich. Einem Bericht von JPMorgan zufolge haben ausländische Investoren seit Jahresbeginn netto etwa 95 Milliarden US-Dollar vom südkoreanischen Aktienmarkt abgezogen. Gleichzeitig belief sich der kumulierte Nettoerwerb der Privatanleger im laufenden Jahr auf etwa 80 Milliarden US-Dollar und stellt damit die wichtigste Stütze für den Markt dar. Dieses Muster – ausländische Investoren verkaufen, Privatanleger kaufen gehebelt nach – kann bei Marktschwankungen leicht zu Zwangsliquidationen führen und dadurch die Preisbildung teilweise stören.
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