Bank of America: Drei Hauptkriterien für einen vollständigen Risikoabbau im US-Aktienmarkt in diesem Sommer, Bedingungen bisher nicht erfüllt, aber Signale häufen sich
BlockBeats Meldung, am 28. Juni listete der Chefstratege von BofA Securities, Hartnett, im neuesten „Fund Flow Report“ drei Schwellenwerte auf, die diesen Sommer eine „umfassende Risikoaversion“ auslösen könnten: Mag7 ETF fällt unter 60 US-Dollar, der US-Dollar gegenüber dem Yen sinkt unter 110 sowie eine erneute Invertierung der Renditekurve. Alle drei Bedingungen sind bislang nicht erfüllt, aber die Signale akkumulieren sich. US-Aktienfonds verzeichnen derzeit einen Nettoabfluss von 850 Millionen US-Dollar, das erste Mal seit März; zuvor hatte es einen historischen Nettozufluss von 119,2 Milliarden US-Dollar gegeben. Die anhaltende Underperformance von Cloud-Giganten im Vergleich zu Chip-Aktien treibt die Debatte über die Nachhaltigkeit der Kapitalausgaben im Bereich KI ins Zentrum des Marktes: Apple erhöht die Preise für MacBook, Microsoft für Xbox – jeweils direkt bezogen auf steigende Speicherpreise. Die Rack-Speicherpreise für Vera Rubin sind insgesamt um 435 % gestiegen, und Goldman Sachs prognostiziert, dass die KI-Kapitalausgaben im Jahr 2027 bis zu 1,4 Billionen US-Dollar erreichen könnten. Hartnetts zentrale Frage bleibt: Wie stark müssen Cloud-Unternehmen noch fallen, bevor der Markt beginnt, Einschnitte bei den Kapitalausgaben einzupreisen?
US-Börsengelder verlagern sich bereits frühzeitig: Die Liquidität, die aus den Tech-Giganten abfließt, fließt in zyklische Vermögenswerte wie Halbleiter, Small- und Mid-Caps, Wohnimmobilien und REITs, was am Markt als Vorgriff auf eine erwartete Verschiebung des politischen Fokus in Richtung „Bezahlbarkeit“ interpretiert wird. Auf Ebene der Anlageklassen sieht Hartnett unter 4.000 US-Dollar Gold weiterhin hohen Wert für die Portfolioallokation, Long-Positionen bei langlaufenden US-Staatsanleihen seien aktuell das markanteste antizyklische Langfristgeschäft; der US-Dollar eigne sich nur für kurzfristige Positionen und nicht für langfristige Portfolioaufteilung, langfristige Long-Positionen in Emerging Markets sind seine strategische Empfehlung. Seit Amtsantritt von Fed-Vorsitzendem Waller am 22. Mai sind US-Staatsanleihen um insgesamt 3,2 % gestiegen, während Aktien um 1,6 % gefallen sind – Anleihen haben deutlich die Nase vorn.
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