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UBS setzt trotz Gegenwind auf Gold: Einstiegsfenster befindet sich auf Tiefstand, 12-Monats-Zielpreis bei 5.200 US-Dollar

UBS setzt trotz Gegenwind auf Gold: Einstiegsfenster befindet sich auf Tiefstand, 12-Monats-Zielpreis bei 5.200 US-Dollar

金十数据金十数据2026/06/29 09:33
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Von:金十数据

In der vergangenen Woche durchbrach der internationale Spot-Goldpreis erstmals seit November letzten Jahres die Marke von 4.000 US-Dollar pro Unze nach unten. Ein starker US-Dollar und die wachsenden Erwartungen an Zinserhöhungen erhöhten gemeinsam die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, was den Goldpreis spürbar unter Druck setzte. Nach diesem Rückgang liegt der Goldpreis nun über 26% unter seinem im Januar dieses Jahres erreichten Allzeithoch.

Die Analyse der UBS zeigt, dass der Goldpreis kurzfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich von 3.850 bis 4.000 US-Dollar pro Unze schwanken wird, basierend auf Marktdynamik und verschiedenen technischen Indikatoren. Die anhaltend steigenden Realrenditen von US-Staatsanleihen und die fortwährend starke Position des US-Dollars werden die Attraktivität von Edelmetallen im Portfolio weiterhin schmälern und den Rebound von Gold begrenzen.

Trotzdem bleibt die UBS für die mittel- bis langfristige Entwicklung von Gold optimistisch. Die Bank prognostiziert, dass der Goldpreis in den nächsten 12 Monaten auf bis zu 5.200 US-Dollar pro Unze steigen dürfte und hält das aktuelle Preisniveau für niedrig. Für Anleger, deren Goldanteil im Portfolio zu gering ist, sei jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, um schrittweise zuzukaufen.

Die Kerninflation (PCE) in den USA stieg im Mai im Jahresvergleich auf 3,4 % an und liegt damit seit über fünf Jahren (etwa 60 Monaten) ununterbrochen über dem 2 %-Inflationsziel der Federal Reserve, was die Markterwartungen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr festigt.

Dennoch weist die UBS darauf hin, dass Fed-Vorsitzender Kevin Warsh eher auf getrimmte Mittelwertinflation und die marktbasierten Inflationserwartungen achtet; diese beiden Indikatoren nähern sich dem 2 %-Inflationsziel wieder an. Zudem verpuffen die Einmaleffekte durch Zollerhöhungen nach und nach, sodass das gesamte Inflationsniveau weiter zurückgehen dürfte.

Laut der Standardprognose der UBS-Politik wird die Federal Reserve im gesamten Jahr 2026 den Zinssatz konstant halten und erst 2027 auf einen Zinssenkungskurs einschwenken. Sobald die Märkte allmählich ihre Zinserhöhungserwartungen zurückfahren, wird der Goldpreis maßgebliche Unterstützung erhalten. Zudem werden ab dem kommenden Jahr die fiskalischen Anreize langsam zurückgefahren, das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich – beides schafft ein günstiges makroökonomisches Umfeld für Gold.

Außerdem meint die UBS, dass der US-Dollar lediglich kurzfristig und phasenweise Unterstützung genießt. Die Long-Positionen auf den US-Dollar am Markt sind aktuell extrem hoch, sodass kaum noch Spielraum für eine weitere deutliche Dollar-Aufwertung besteht.

Langfristig betrachtet bleiben strukturelle Probleme wie das hohe Haushaltsdefizit und das Leistungsbilanzdefizit der USA ungelöst. Hinzu kommt, dass die Investoren weltweit bereits einen hohen Anteil an Dollar-Assets halten – daher werden die Faktoren, die den Dollar stützen, auf längere Sicht weiter an Bedeutung verlieren. Historisch betrachtet war eine Dollarschwäche oft ein starker Preistreiber für Gold.

Die UBS stellt zudem heraus, dass die anhaltenden Goldzukäufe der Zentralbanken die wesentliche stabile Stütze für den Goldpreis sind. Vorläufige Daten für Mai zeigen, dass mehrere Länder ihre Käufe wieder verstärkt haben; Polen kaufte 18 Tonnen Gold, China erhöhte seine Bestände um 10 Tonnen. Die Bank schätzt, dass die weltweiten Zentralbankkäufe im Gesamtjahr zwischen 750 und 1.000 Tonnen liegen werden.

Gleichzeitig betont die UBS, dass die Goldnachfrage der Notenbanken zwar kaum allein zu rasanten Preisanstiegen führt, aber eine stabile Preisuntergrenze für den Goldmarkt sichert und den Raum für tiefere Preisrückgänge stark begrenzt.

Die UBS unterstreicht, dass die mittel- bis langfristige Investmentlogik für Gold weiterhin solide ist. In Risikoszenarien wie kräftigen Korrekturen an den Aktienmärkten, eskalierenden geopolitischen Konflikten, überraschend starker Inflation und schwindendem Vertrauen in Fiatwährungen kann Gold hervorragend als diversifizierendes Absicherungsinstrument eingesetzt werden.

Langfristig ist Gold gegenüber klassischen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen nur wenig korreliert; eine Goldbeimischung kann die Volatilität eines Gesamtportfolios senken. Für Anleger, die Sachwerte bevorzugen, empfiehlt UBS einen Goldanteil im mittleren einstelligen Prozentbereich.

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