Everbright Futures 0629 Gold-Kommentar: Die Lage im Nahen Osten hat sich am Wochenende erneut gedreht, Gold könnte seine Schwäche beibehalten
Am Wochenende kam es erneut zu Konflikten zwischen den USA und dem Iran. Am Montagmorgen fiel der Spotpreis von Gold während des Handels um mehr als 1%. Rückblickend auf die vergangene Woche fiel der Goldpreis zunächst, bevor er sich erholte. Das Londoner Spot-Gold durchbrach während der Woche die entscheidende Unterstützung von 4000 US-Dollar je Unze, erholte sich jedoch und wies letztendlich einen Wochenverlust von über 1% auf – der vierte Rückgang in Folge. Der Rückgang bei Shanghai-Gold im Inland war stärker als im Ausland, wobei der Hauptkontrakt einen wöchentlichen Rückgang von über 5% verzeichnete.
Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte bleibt die Kernlogik der Preisbildung auf dem Edelmetallmarkt weiterhin durch den Kurs der US-Fed-Geldpolitik bestimmt. Die Lage zwischen den USA und Iran bleibt als wichtiger geopolitischer Faktor ein wesentliches Beobachtungsfeld. Im Basisszenario – sofern die 60-tägigen Verhandlungen USA-Iran reibungslos verlaufen und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet bleibt – wird eine nach unten verschobene Preisbasis den Inflationsdruck mildern. Die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed könnten sich dann wieder festigen und der Rückgang der Realzinsen eröffnet einen mittelfristigen Aufwärtsspielraum für Gold- und Silberpreise. Gerade wenn eine Zinserhöhung durch die Fed vorgezogen wird, dürfte die Wahrscheinlichkeit für ein Ende des Preisverfalls am Goldmarkt zunehmen. Unsicherheiten bestehen jedoch darin, dass Waller auf die Unabhängigkeit der Fed und eine anhaltende Politik des starken Dollars besteht – sollte die Fed weiterhin einen aggressiven Kurs verfolgen, könnte dies zu starken Schwankungen an den globalen Finanzmärkten führen und eine restriktivere Dollar-Liquidität die Lage weiter belasten. Aus Preisperspektive betrachtet, lag die Schwankungsbreite von Londoner Spot-Gold im bisherigen Jahresverlauf bei 30%, was im historischen Vergleich – abgesehen vom letzten Jahr – bereits relativ hoch ist (30 bis 35%), sodass diese Abwärtsphase möglicherweise ihrem Ende nahe ist. Nach Rückblick auf die Goldpreisentwicklung im ersten Halbjahr zum Juni hat Gold diverse negative Faktoren wie „Blasenabbau, geopolitische Turbulenzen, Zinserwartungen, Falken-Waller“ erlebt und der Markt hat entsprechende Risiken bereits eingepreist. Die Stimmung könnte sich in der zweiten Jahreshälfte verbessern, allerdings sollte man auf echte Trendchancen warten, bis die Fed ein klares Signal für einen Politikwechsel sendet – was wiederum mehr wirtschaftliche Inflationsdaten und längere Beobachtungszeiträume verlangen dürfte.
Verfasst von: Li Qi
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Redakteur: Zhu Henan
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