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Goldhandels-Update: Erwartung auf Zinserhöhung im September steigt, Goldpreis verzeichnet vier Wochenverluste in Folge – ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Bullen zum Einstieg?

Goldhandels-Update: Erwartung auf Zinserhöhung im September steigt, Goldpreis verzeichnet vier Wochenverluste in Folge – ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Bullen zum Einstieg?

新浪财经新浪财经2026/06/30 02:08
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Von:新浪财经

Goldhandels-Update: Erwartung auf Zinserhöhung im September steigt, Goldpreis verzeichnet vier Wochenverluste in Folge – ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Bullen zum Einstieg? image 0

  

Quelle: Huitong Finanznachrichten

  

Spot-Gold
konnte am vergangenen Freitag (26. Juni) nur mühsam um 1,35% auf 4081,02 USD pro Unze steigen, doch dieses geringe Plus kann eine bittere Tatsache nicht verbergen — Goldpreis ist nun die vierte Woche in Folge gefallen. Seit dem Allzeithoch von 5596 USD am 29. Januar ist der Goldpreis insgesamt um rund 29% eingebrochen. Der einst von vielen gepriesene „König der sicheren Häfen“ erlebt nun den längsten Wochenrückgang seit 2023. Gleichzeitig herrscht über der Straße von Hormus Kriegsgefahr, das US-Militär und Iran lieferten sich am Wochenende erneut Gefechte. Was steckt hinter dem Goldpreisverfall, wenn sogar „sichere“ Vermögenswerte keine Sicherheit mehr bieten und die Goldpreise im Kanonendonner nicht steigen? Dieser Artikel analysiert die vierwöchige Goldschwäche und ihre künftige Entwicklung aus drei Perspektiven: US-Dollar-Hegemonie,
Wendung der Fed-Politik und geopolitische Veränderungen.
Am Montagmorgen (29. Juni),
Spot-Gold
bewegte sich in einer engen Spanne und handelt aktuell bei etwa 4060 USD pro Unze.

  1. Der Hammer der Dollar-Hegemonie: Der erste Treiber des Goldpreisrückgangs

  

Gold wird in US-Dollar gehandelt, die Stärke des Dollars bestimmt somit maßgeblich den Goldpreis. In der vergangenen Woche erreichte der
US-Dollar-Index
ein 13-Monats-Hoch oberhalb von 101,8 und legte damit die zweite Woche in Folge zu. Ein starker US-Dollar wirkt wie ein schwerer Hammer und drückt den Goldpreis
weiterhin nach unten.

  Der aktuelle Dollar-Aufschwung wird vor allem durch aggressive Zinserwartungen vieler Anleger an die Fed befeuert. Die erste geldpolitische Erklärung des neuen Fed-Vorsitzenden wurde mehrheitlich als „Falken-Signal“ interpretiert. Der Markt zog die Zinsanhebungserwartungen prompt auf frühestens September vor und der Dollar startete eine Rallye. Einige Analysten betonen, dies liege nicht nur am neuen Vorsitzenden oder frischen Daten, sondern auch daran, dass der US-Dollar seit Januar bereits im Hausse-Modus ist und die aktuelle kleine Korrektur nicht überrascht.

  Die Dollarstärke zeigt sich außerdem in einem Schlüsseltrend: der „Entkopplung“ von Gold und geopolitischen Risiken. Früher, bei Eskalation im Nahen Osten, strömte traditionell Kapital in Gold, die Preise stiegen. Heute aber verkauft der Markt bei jeder neuen Eskalation in der Straße von Hormus Gold, um dafür Dollar zu halten. Analysten sagen: Die Goldpreis-Erzählung hat sich grundlegend geändert. Während früher der Goldpreis bei US-Iran-Krisen stieg und Öl fiel, können nun beide Assetklassen gemeinsam fallen. Der US-Dollar behauptet in dieser Phase des Goldabverkaufs seine Rolle als ultimatives sicherer Hafen-Anlage.

  2. Die „Falken-Klaue“ der Fed: Die spektakuläre Wende von Zinssenkung zu Zinserhöhung

  Wenn die Dollarstärke den Goldpreis als letzten Auslöser „zerstört“, dann ist der Schwenk der Fed-Politik der erste Dominostein, der die Kettenreaktion auslöst.

  Noch vor wenigen Monaten diskutierte der Markt heiß über den Start der Zinssenkungen durch die Fed. Doch die von der US-Iran-Krise ausgelöste Inflationswelle wendete das Blatt vollkommen. Jüngste Daten zeigen: Der US-PCE-Preisindex stieg im Mai im Jahresvergleich um 4,1%, der Kern-PCE kletterte auf 3,4% — beides mehrjährige Höchststände. Die Inflation hat sich nicht abgekühlt, sondern beschleunigt.

  Die Fed reagierte schnell und kämpferisch. Bei der jüngsten Sitzung rechneten 9 von 19 geldpolitischen Entscheidungsträgern noch dieses Jahr mit mindestens einer Zinserhöhung — im März hatte noch keiner diese Ansicht vertreten. Der Markt preiste rasch nach: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September stieg zwischenzeitlich auf 70%, sank nach den Inflationsdaten leicht auf rund 59%.

  Was bedeutet das für Gold? Gold wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen die Anleiherenditen und Realzinsen, steigen die Opportunitätskosten für Gold dramatisch. Institute warnen: Höhere Ölpreise treiben Inflationserwartungen, zwingen zur strafferen Geldpolitik und erhöhen so die Opportunitätskosten für Gold. Manche Analysten meinen, der rapide „falkenhafte“ Kurswechsel der Fed hat dem Dollar einen starken Auftrieb verschafft und den Goldpreis in diese starke Abwärtsbewegung gedrückt. Manche erwarten sogar, dass der Preisrückgang langfristig bis auf 3.400 USD führen könnte; andere rechnen mit 3.500 USD bis Ende 2026. Investoren stimmen bereits mit den Füßen ab: Gold-ETFs verzeichneten in einer Woche Abflüsse von über 15 Tonnen; mehrere Banken haben Metallsparprodukte ausgesetzt.

  3. Das Phantom von Hormus: Warum hilft Geopolitik diesmal Gold nicht?

  Das traditionelle Narrativ von Gold als „sicherem Hafen“ — in chaotischen Zeiten Gold kaufen. Doch die dramatischen Ereignisse der letzten Woche in der Straße von Hormus zeigen die Fragilität dieses Narrativs deutlich.

  Mitte Juni verkündeten die USA und Iran ein vorläufiges Abkommen und öffneten die Straße von Hormus wieder. Die Ölpreise Rohöl brachen daraufhin ein, die Sorge vor einer großangelegten Eskalation im Nahen Osten schwand. Das Relevanzprämium von Gold als sicherer Hafen verdampfte, der Preis beschleunigte den Sinkflug. Zu Wochenbeginn eröffnete Gold bei etwa 4145 USD, unterschritt unter dem anhaltenden „falkenhaften“ Fed-Einfluss die 4.000er-Marke und markierte ein Sieben-Monats-Tief von 3959 USD.

  Doch die Zerbrechlichkeit der Waffenruhe offenbarte sich schnell. Am Donnerstag wurde ein Frachtschiff in der Straße von Hormus angegriffen, internationale Begleitmissionen mussten pausieren. In der Nacht zum Samstag traf eine weitere iranische Drohnenattacke einen panamaischen Tanker, woraufhin das US-Militär zu neuen Schlägen gegen Iran überging. Das US-Spitzenpersonal sandte über soziale Medien strenge Warnungen: Man könnte die Zurückhaltung aufgeben und im Eskalationsfall zu härtesten Mitteln greifen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor — das vor zwei Wochen vereinbarte Waffenstillstandsabkommen ist damit bereits gefährdet.

  Doch trotz dieser brisanten geopolitischen Lage reagierte Gold überraschend verhalten: Am Freitag erholte sich der Preis lediglich um 1,3%, doch auf Wochensicht bleibt ein Minus von 1,79%. Wieso? Am Markt herrscht ein neues Konsensnarrativ: Geopolitische Konflikte treiben den Ölpreis nach oben → Öl verteuert Inflation → Inflation zwingt die Fed zu Zinserhöhungen → Zinserhöhungen stärken Dollar und Anleiherenditen → Gold steht unter Druck und fällt. In dieser Kette ist Geopolitik nicht Rettungsanker, sondern Katalysator für die Goldschwäche.

  4. Die Freitagsrallye: Technische Korrektur oder Trendwende?

  

Nach vier Wochen anhaltender Schwäche brachte der Freitagsanstieg den Bullen etwas Luft zum Atmen.
Spot-Gold
stieg um 1,35% auf 4081,02 USD, der Gold-Future (August) gewann 1,2% auf 4096,30 USD.

  Auslöser für die Erholung war das Nachgeben des Dollars nach den Inflationsdaten. Da die Zahlen nicht so schlecht wie erwartet ausfielen und der Ölpreis am Freitag um etwa 4% sank, kühlte sich die Zinserhöhungserwartung ab; die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September sank von 64% auf 59%. Zwar stieg das jüngste Konsumklima leicht, Inflationssorgen bleiben jedoch präsent.

  Auch im physischen Markt zeigen sich leichte positive Signale: Nach dem Preisrückgang kam es in Indien zur ersten Prämienbildung seit anderthalb Monaten. Doch die Nachfrage beim asiatischen Großkonsumenten bleibt schwach.

  Handelt es sich also um eine Trendwende? Mainstream-Meinungen an der Wall Street verneinen dies. In mehreren Umfragen erwarten nur wenige Analysten steigende Goldpreise in der kommenden Woche, die Mehrheit sieht weiter fallende oder seitwärts tendierende Kurse. Einige Institute erwarten, dass die Abwärtsbewegung in den kommenden Wochen anhalten wird. Manche unabhängige Analysten widersprechen: Sie halten die Märkte für übertrieben pessimistisch bezüglich der Fed-Politik und sehen die aktuelle Korrektur im Gold noch nicht als Start einer Baisse, sondern als Bestandteil eines langfristigen Aufwärtstrends.

  5. Superwoche naht: Arbeitsmarktdaten entscheiden

  Diese Woche wird entscheidend für das kurzfristige Gold-Schicksal.

  Am Mittwoch treten Fed-Chef Walsh, EZB-Präsidentin Lagarde, BoE-Gouverneur Bailey und BoC-Präsident Macklem beim EZB-Forum auf; Investoren sollten ihre Aussagen verfolgen.

  Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni erscheint wegen des Nationalfeiertags bereits am Donnerstag. Erwartet wird keine wesentliche Differenz zur Vormonatszahl. Diese Daten sind von enormer Bedeutung: Übertrifft der Arbeitsmarktbericht die Erwartungen, festigt das den Ruf nach Zinserhöhungen; bleibt er schwach, könnten Investoren den Zeitpunkt für Zinsschritte nach hinten verschieben. Gleichzeitig einigten sich USA und Iran auf ein Ende der gegenseitigen Angriffe und wollen sich am Dienstag in Doha treffen, um das erst 11 Tage junge Waffenstillstandsabkommen zu stabilisieren. Iran verschärft die Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und verlangt Koordination mit den Revolutionsgarden, was zu höheren Durchlaufzeiten und Versicherungskosten führt. Investoren sollten die Entwicklung der Lage und die Markterwartungen genau im Auge behalten.

  Einige große Investmentbanken haben das Kursziel für Gold bis Ende 2026 bereits deutlich gesenkt. Inmitten des pessimistischen Grundtons gibt es jedoch auch Institute, die am Bullenmarkt festhalten und erwarten, dass die Fed dieses Jahr auf Zinsschritte verzichtet. Andere Broker meinen: Entspannt sich die geopolitische Lage, sinken Ölpreis und Inflation, dann steigen die Erwartungen an eine lockerere Fed-Politik — und damit könnte der Goldpreis wieder zulegen.

  Fazit

  Der vierte Wochenverlust beim Gold ist das Ergebnis einer perfekten Negativsturm-Kombination: starker Dollar, Zinserhöhungserwartungen der Fed, Verdampfen geopolitischer Prämien und fortgesetzte ETF-Abflüsse. Seit dem Hoch im Januar hat sich der Kurs um 29% verbilligt und zahlreiche Anleger sitzen fest.

  Doch die Geschichte kennt keine Einbahnstraßen. Ein erfahrener Investor rät zur Nüchternheit: In den 1970er Jahren gab es während des Bullenmarkts für Gold einen Werteverlust von 45% von einem Zwischenhoch bis 1976, anschließend schoss der Kurs bis 1980 auf Rekord. Zu Beginn der Großen Rezession 2008 fiel Gold um 30%. Ein Muster: Starke Korrekturen sind typischer Teil langfristiger Bullenmärkte.

  Die strukturellen Faktoren, die Gold auf Höchststände treiben — Zentralbankkäufe, geopolitische Risiken, hohe globale Verschuldung, Entdollarisierung — existieren weiterhin. Letztes Jahr haben die Zentralbanken weltweit über 860 Tonnen Gold netto zugekauft. Gold ist damit wichtiger als US-Staatsanleihen als globale Reserve.

  Kurzfristig bleibt Gold belastet. Arbeitsmarktdaten, Iran-USA-Gespräche, Fed-Reden — jede Variable könnte neue Marktschwankungen auslösen. Doch wie einige Strategen betonen: Je mehr Öl gefördert und die Einnahmen umverteilt werden, desto mehr dieser Gelder könnten in den Goldmarkt statt in US-Staatsanleihen fließen. Der Kampf um die 4000-Dollar-Marke ist womöglich nur eine heftigere Atempause in einem langen Bullenmarkt. Für langfristig orientierte Investoren könnte die aktuelle „goldene Grube“ die ideale Einstiegschance bieten.

  

(
Spot-Gold
Tageschart, Quelle: YiHuitong)
GMT+8 07:25,
Spot-Gold
Stand jetzt: 4057,34 USD pro Unze.

Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan

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