Wintermute: Der Kryptomarkt befindet sich bereits in der späten Bärenmarktphase, aber der echte Boden könnte noch nicht erreicht sein.
BlockBeats berichtete am 30. Juni, dass Wintermute in seinem aktuellen Marktbericht erklärte, dass Bitcoin unter 60.000 US-Dollar gefallen ist und Ethereum ebenfalls nachgegeben hat. Der Kryptomarkt befindet sich inzwischen in der Spätphase des Bärenmarkts, aber das tatsächliche zyklische Tief könnte noch ausstehen.
Der Bericht weist darauf hin, dass die jüngste Abkühlung beim AI-Trading das Hauptthema der globalen Märkte ist. Der Nasdaq gab fünf Handelstage in Folge nach, der Philadelphia Semiconductor Index brach an einem Tag um 7 % ein. Kapital beginnt, von großen Tech-Aktien in Small Caps und US-Staatsanleihen umzuschichten, während Kryptowerte weiterhin im Gleichklang mit Tech-Aktien unter Druck stehen. Gleichzeitig stieg der US-PCE-Inflationswert im Mai auf 4,1 %, was die Markterwartung einer langfristig hohen US-Fed-Zinsrate verstärkt, und ein starker US-Dollar belastet Risikoassets zusätzlich.
Nach Einschätzung von Wintermute befindet sich die aktuelle Markstimmung nun im Bereich extremer Angst, der Fear-and-Greed-Index liegt zwischen 18 und 24, etwa die Hälfte des zirkulierenden Bitcoin-Angebots ist derzeit im Minus, was historischen Merkmalen von Bärenmarkt-Tiefs nahekommt. Es fehle jedoch gegenwärtig vor allem an frischem Kapitalzufluss: In letzter Zeit gab es bei Spot-ETFs einen Nettoabfluss von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar, stabile Coins und weitere Liquiditätsindikatoren zeigten ebenfalls keine Verbesserung.
Zum neuesten Kapitalrahmen von Strategy erklärte Wintermute, das Unternehmen erhöhe die STRC-Dividende, starte Aktienrückkäufe und genehmige erstmals offiziell den Verkauf von bis zu etwa 1,25 Milliarden US-Dollar in Bitcoin, was die Risiken in der Kapitalstruktur verringere und daher positiv vom Markt aufgenommen wurde. Der Bericht führt jedoch aus, dass Bitcoin-Reservegesellschaften nun das Recht beanspruchen, BTC-Verkäufe für Dividendenauszahlungen vorzubehalten, was bedeutet, dass die langjährige "permanente Kaufseite" des Marktes allmählich in eine "bedingte Kaufseite" übergeht.
Wintermute erwartet, dass der Kryptomarkt aufgrund historischer Saisonalität wahrscheinlich im Sommer kein Tief ausbildet, sondern vielmehr wird im Bereich zwischen September und Oktober mit einem tatsächlichen Boden gerechnet. Die weitere Entwicklung hängt weiterhin vom makroökonomischen Umfeld, der Abkühlung im AI-Segment und der Rückkehr von Kapitalströmen in den Kryptomarkt ab.
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