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Mitten in der Nacht schweigt die Federal Reserve, doch sie verändert den Markt.

Mitten in der Nacht schweigt die Federal Reserve, doch sie verändert den Markt.

金融界金融界2026/07/02 00:05
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Von:金融界

Quelle: Wall Street Informationskreis

Handle bei Waller nicht auf das, was er sagt, sondern auf sein Schweigen.

Nach dem zweiten Auftritt von Waller sieht der Markt wieder gefährlich aus:

Die US-Aktienmärkte sind flächendeckend gefallen. Obwohl das Minus gering war, ist das Fazit dennoch negativ. Gleichzeitig behauptet sich der US-Dollar-Index über der Marke von 101, und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen nähert sich erneut der 4,50%-Marke.

Seine scheinbar ruhige Rede war in Wirklichkeit ein dreifacher Warnschuss für den Markt.

Erster Schuss (taubenhafte Rhetorik, falkenhafter Kern): Oberflächlich taubenhaft, im Kern keine Wende

Waller äußerte sich zunächst taubenhaft. Zum Beispiel sagte er, dass die Inflationserwartungen gesunken seien und auch die Inflationsrisiken zurückgegangen seien. Das klingt günstig für Anleihen, Technologiewerte und Gold, da es darauf hindeutet, dass die Fed nicht unbedingt in Eile ist, die Zinsen anzuheben – aber man darf sich nicht nur auf diese Aussage verlassen. Gleichzeitig schließt er eine Zinserhöhung im Juli nicht aus, gibt keinen Ausblick auf den weiteren Zinsverlauf und betont, dass das 2%-Inflationsziel und die Unabhängigkeit der Fed nicht angetastet werden dürfen und die Politik im Sitzungssaal „ausgiebig diskutiert“ werden müsse. Das ist also kein Wechsel zur Taube, sondern soll der Fed die Flexibilität bewahren – und genau das macht den Markt nervös.

Zweiter Schuss (Ende der Forward Guidance/Dot Plot): Die Fed gibt dem Markt keine Antworten mehr

Waller deutet an, dass der Dot Plot schrittweise an Bedeutung verlieren oder sogar zukünftig umgestaltet werden könnte. Er hofft außerdem, dass die Fed in den kommenden 9 bis 12 Monaten verstärkt Echtzeitdaten nutzen kann, anstatt sich nur auf die verzögert veröffentlichten Daten und Umfragen von Regierungsbehörden zu verlassen. Das heißt, die Fed baut ihre Reaktionsfunktion um. In der Vergangenheit schaute der Markt auf das Dot Plot-Diagramm, um zu sehen „wo die Fed selbst glaubt, dass die Zinsen hingehen“. In Zukunft schaut der Markt auf die Daten, um zu spekulieren, „wie die Fed auf diese Daten reagieren wird“. Das ist ein großer Unterschied: Der Dot Plot gibt dem Markt einen Anker, Echtzeitdaten hingegen sorgen für mehr Volatilität. Je weniger die Fed kommuniziert, desto stärker schwanken die Daten.

Dritter Schuss (Normalisierung der hohen Zinsen): Kein Raum für Zinssenkungsfantasien

Er betont das 2%-Inflationsziel und lässt weiteres Spielraum für Zinserhöhungen, was das Zinsniveau in den USA weiterhin hoch hält. Der Markt handelt nicht danach, was Waller sagt, sondern danach, was er nicht sagt. Kurzfristig wirken seine Aussagen zwar beruhigend bezüglich der Inflationsängste, sie setzen aber keine echte Liquidität frei.

Waller sagt dem Markt nicht, wie es weitergeht – sondern kündigt an, dass die Fed in Zukunft nicht mehr so leicht sagen wird, wie es weitergeht. Er sagt einige besänftigende Worte, nimmt dem Markt jedoch das Wichtigste: Sicherheit.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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