Goldman Sachs: Es ist zu früh, von einer KI-Handelsblase zu sprechen – Investoren sollten nicht vorschnell aussteigen
BlockBeats berichtet am 2. Juli, dass Goldman Sachs der Meinung ist, Investoren sollten sich nicht zu früh aus dem KI-Trend zurückziehen. Obwohl KI-bezogene Aktien seit Jahresbeginn stark gestiegen sind und die Sorge um eine Blasenbildung am Markt zunimmt, erklärte Ben Snider, Leiter der US-Aktienstrategie bei Goldman Sachs, dass es sich derzeit eher um einen gewinngetriebenen Bullenmarkt handelt und nicht um eine rein durch Bewertungsexpansion getragene spekulative Hausse.
Snider zufolge konzentrieren sich die Investitionsmöglichkeiten im KI-Bereich weiterhin auf drei Hauptrichtungen: KI-Infrastruktur, Strominfrastruktur sowie Cloud-Anbieter und Hyperscaler, die zuletzt schwächer performt haben. Die erste Kategorie umfasst Halbleiter, Server, KI-Netzwerkgeräte und Hardware für Rechenzentren; die zweite betrifft Stromausstattung, Versorgungsunternehmen und Energieinfrastruktur zur Unterstützung des Ausbaus von Rechenzentren; zur dritten Gruppe zählen große Plattformunternehmen wie Amazon, Microsoft, Meta, Alphabet, Oracle und IBM.
Der zentrale Standpunkt von Goldman Sachs ist, dass viele KI-Infrastrukturaktien zwar bereits stark gestiegen sind, ihre Bewertungen aber nicht wie bei typischen Blasen weit von den Gewinnerwartungen abweichen. Einige Werte aus den Bereichen Speicher, Halbleiter und Rechenzentrum spiegeln weiterhin Marktzweifel wider anstatt durchgängigen Optimismus. Mit anderen Worten: Investoren erwarten nach wie vor, dass diese Unternehmen mit Auftragsvolumen, Gewinnmargen und Cashflow belegen, dass KI-Investitionen in Gewinne umgewandelt werden können.
Goldman Sachs empfiehlt also nicht, wahllos alle KI-bezogenen Aktien zu kaufen, sondern weiterhin auf jene Unternehmen zu setzen, die direkt von KI-Investitionen Umsätze und Gewinnwachstum erzielen können. Ihrer Ansicht nach ist das KI-Trading noch nicht in eine reine „Storytelling“-Phase ohne Blick auf die Ertragslage eingetreten. Solange die Gewinnschätzungen weiter steigen, bleibt KI-Infrastruktur voraussichtlich eine der wichtigsten Entwicklungen am US-Aktienmarkt.
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