Australien verzeichnet überraschend Handelsdefizit – größtes Defizit seit 2015
Golden Ten Data berichtet am 2. Juli, dass Australien im Mai unerwartet ein Handelsdefizit verzeichnete. Ursache war ein im Jahresverlauf größter Rückgang der Exporte, der teilweise auf hohe Treibstoffpreise und die steigende Nachfrage nach Datenzentren zurückzuführen ist, während der Import weiter zunahm. Nach den am Donnerstag von der australischen Statistikbehörde veröffentlichten Daten sanken die Exporte im Mai gegenüber April um 6,9 %, während die Importe um fast 3 % stiegen. Das Handelsdefizit belief sich damit im betreffenden Monat auf etwas mehr als 3 Milliarden Australische Dollar (etwa 2,1 Milliarden US-Dollar), was das zweite Defizit in diesem Jahr und die größte Lücke seit 2015 darstellt. Der Krieg im Nahen Osten führte zu einem deutlichen Anstieg der australischen Importausgaben. Allein für Treibstoff und Schmierstoffe wurden im Mai rekordverdächtige 8,6 Milliarden Australische Dollar ausgegeben, zum zweiten Mal in Folge über 8 Milliarden Australische Dollar. Gleichzeitig stiegen infolge verstärkter Investitionen der Unternehmen in Datenzentren weiterhin die Importe für die dazu benötigten Ausrüstungen, auch wenn sie leicht unter dem Rekordwert aus dem März lagen. Laut HSBC Holdings gehört Australien beim Ausbau von Datenzentren weltweit zur Spitzengruppe. Auf der Exportseite ging der Goldexport um mehr als 2 Milliarden Australische Dollar zurück, auch die Exporte von Erdgas sanken und belasteten so die Gesamtexportleistung.
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