Guotai Junan Futures: Gold erholt sich – ein Überblick über die dahinter stehenden Überlegungen
Guotai Junan Futures Marktanalyst
Zhang Chining
Z0020302
In letzter Zeit hat Gold stetig korrigiert und die psychologische 4000er-Marke getestet. Nach mehreren Tagen Seitwärtsbewegung zeigte sich schließlich eine deutliche Erholung; aktuell stürmt der Londoner Goldpreis direkt auf den runden Wert von 4200 zu, während der Inlandsmarkt für Shanghai-Gold synchron ansteigt – die Kursbewegungen sind sehr aufmerksamkeitsstark. Heute wollen wir die Ursachen für diese Gold-Rallye analysieren.
Diese Gold-Erholung basiert hauptsächlich auf mehreren Faktoren:
1. Zunächst kam der "Turnaround" bei den Non-Farm-Payrolls sehr schnell.
Vor der Veröffentlichung gingen die Märkte allgemein von einem optimistischen Non-Farm Payroll-Bericht für Juni aus: Zum einen übertraf der vorherige Bericht die Erwartungen deutlich, zum anderen brachte die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni eine Reihe temporärer Arbeitsplätze in den Bereichen Gastronomie, Unterkunft, Sicherheit und Einzelhandel mit sich. Hinzu kam, dass US-Finanzminister Bessent und Fed-Präsident Walsh beide eine positive und stabile Haltung zu den Arbeitsmarktdaten äußerten. Daher lag die Markterwartung zwischenzeitlich bei 110.000 Stellen. Doch gestern Abend kehrten die veröffentlichten Daten die Erwartungen um: Tatsächlich waren es lediglich 57.000, also fast eine Halbierung; auch die Daten für April und Mai wurden nach unten korrigiert. Der US-Arbeitsmarkt zeigt eine deutliche Abkühlung, der US-Dollar-Index nutzte dies, um die Marke von 100 zu testen, woraufhin Gold entsprechend anstieg.
2. Äußerungen von Fed-Vertretern schwächen Inflationssorgen ab
Fed-Präsident Walsh sagte am 1. Juli auf dem Forum in Sintra: "In den letzten Wochen haben sich sowohl die Inflationserwartungen als auch die Inflationsrisiken verringert." Diese Äußerungen verstärkten die Markterwartung, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat, und trieben damit den Trend weiter an.
3. Korrektur an den Aktienmärkten – leichte Umverteilung von Fluchtkapital
In letzter Zeit nahmen US-Technologiewerte verstärkt Gewinne mit, das Risikoappetit am Sekundärmarkt kühlte leicht ab. Eine geringe Menge Fluchtkapital floss vorübergehend in Goldanlagen und unterstützte damit die Aufwärtsbewegung.
Allerdings scheint Gold aktuell noch keine Basis für einen starken Aufwärtstrend zu haben. Wir betrachten dies aus mehreren Perspektiven.
【Die Vorbedingungen für Zinssenkungen sind noch nicht erfüllt】
Ein Teil der Gold-Rallye speist sich aus der Erwartung einer lockeren Geldpolitik. Die Fed orientiert sich jedoch weiterhin vorrangig an der Inflationsbekämpfung, während die Stabilisierung des Arbeitsmarktes ein weiteres Ziel ist. Die Arbeitsmarktdaten unterstreichen die Dringlichkeit von Zinssenkungen, während die Inflation jedoch eine notwendige Voraussetzung hierfür bleibt. Die jüngsten Inflationsdaten zeigen weiterhin einen Anstieg und noch keinen Wendepunkt. Die Entwicklung der CPI-Daten für Juni bleibt daher von entscheidender Bedeutung.
【Kein deutlicher Kapitalzufluss erkennbar】
Für einen kräftigen Goldanstieg bedarf es in der Regel eines nachhaltigen Kapitalzuflusses. Doch der SPDR Gold-ETF verzeichnete zuletzt durchgehend Nettoabflüsse – selbst während der gestrigen Erholung sank der ETF-Bestand um fast 4 Tonnen und nähert sich damit insgesamt der Marke von 1000 Tonnen.
Auch der als kurzfristiger spekulativer Indikator geltende CFTC Non-Commercial Net Longs (ein nachlaufender Indikator, der diese aktuelle Rallye noch nicht abbildet) zeigte in der vergangenen Woche keinen deutlichen Positionsaufbau.
【Technische Widerstände bislang nicht durchbrochen】
Schließlich bleibt aus technischer Sicht die seit etwa einem halben Jahr bestehende Abwärtstrendlinie auf Tagesbasis bislang intakt; der Kurs verläuft weiterhin unter Druck.
Deshalb ist es aus aktueller Sicht fraglich, ob die Kombination aus schwachen Arbeitsmarktdaten und kurzfristigen Äußerungen der Notenbank-Vertreter ausreicht, um einen nachhaltigen Bullenmarkt bei Gold auszulösen. Geduld ist gefragt, bis fundamentale, kapitalmäßige und technische Signale zusammenkommen.
Redaktionsschluss: 3. Juli 2026, 13:19 Uhr (UTC+8)
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan
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