Die US-Arbeitsmarktdaten kühlen stark ab, Silber erlebt eine kräftige Erholung und wartet auf einen Stresstest.
Der entscheidende Auslöser für die aktuelle Aufwärtsbewegung war die deutliche Abkühlung der US-Beschäftigungsdaten. Die jüngsten Non-Farm Payrolls zeigten, dass im Juni in den USA nur rund
Infolge der Daten hat der Markt seine Erwartungen an den Zinspfad der Fed schnell angepasst. Laut den Preisen am Zinsterminmarkt liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nur noch bei etwa
Aus makroökonomischer Sicht profitiert Silber ebenfalls von einer vorübergehenden Entspannung des Inflationsdrucks. Die anhaltend sinkenden Energiepreise sind dabei ein Schlüsselfaktor: Der Ölmarkt wurde durch die Entspannung der geopolitischen Risiken im Nahen Osten und die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus geschwächt, was wiederum die allgemeinen Inflationserwartungen dämpft. In einem Umfeld sinkender Inflation und Zinssätze werden sowohl die finanzielle als auch die inflationsschützende Funktion von Silber gleichzeitig unterstützt.
Geopolitisch gesehen hat der indirekte Dialog zwischen den USA und dem Iran zwar keinen Durchbruch erzielt, dennoch haben die Sorgen des Marktes über eine systemische Unterbrechung des Angebots deutlich nachgelassen. Damit wird die Risikoaversion bei Edelmetallen wieder stärker von makroökonomischen Faktoren als von einzelnen geopolitischen Ereignissen beeinflusst.
Im 4-Stunden-Chart bleibt die bullische Struktur für Silber deutlich erkennbar, allerdings befindet sich der RSI im relativ hohen Bereich, kurzfristig verlangsamt sich die Dynamik und das MACD-Histogramm beginnt zu konvergieren, was auf eine Verlangsamung des Anstiegs hindeutet. Hält sich der Preis oberhalb von 62 US-Dollar und steigt das Volumen, dürfte der Trend anhalten; gelingt dies nicht, besteht die Möglichkeit einer Hochplateau-Volatilität und Korrektur. Insgesamt bleibt der kurzfristige Trend weiterhin stark, aber das Risiko erhöhter Volatilität wächst parallel.
Redaktionelles Fazit:
Die aktuelle Silberrallye wurde hauptsächlich durch die deutliche Schwäche der US-Beschäftigungsdaten ausgelöst. Der Markt rechnet daher vermehrt mit einer Kehrtwende der Fed-Politik. Gleichzeitig stärken der nachlassende Inflationsdruck und die sinkenden Energiepreise das erwartete lockere Marktumfeld. Sowohl der Rückgang der Realzinsen als auch der schwächere US-Dollar unterstützen die Erholung von Silber, aber derzeit befindet sich der Markt in einer Hochvolatilitätszone, was zu stärkeren kurzfristigen Schwankungen führt. Die künftige Entwicklung hängt von den weiteren US-Konjunkturdaten und geldpolitischen Signalen der Fed ab – es bleibt ein intensives Tauziehen zwischen Trendfortsetzung und technischer Korrektur.
Verantwortliche Redaktion: Zhu Henan
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
"Der 'Messi der KI' wird erneut positiv bewertet! Palantir (PLTR.US) Langfristige Bullen erneuern die Argumentation für eine Billionen-Bewertung, doch 'Big Short' und Kleinanleger sind anderer Meinung."
Dan Ives bekräftigte erneut die Theorie einer Billionen-Dollar-Bewertung von Palantir, aber der große Bär Burry und die Stimmung der Kleinanleger bleiben weiterhin pessimistisch.

Die Fed wird heute Nacht voraussichtlich die Zinsen anheben, der Markt beobachtet gespannt die Äußerungen von Waller: Wird ein Signal für weitere Zinserhöhungen ausgesendet?
Der Markt konzentriert sich tatsächlich darauf, wie viele Zinserhöhungen das Dot-Plot für dieses Jahr noch anzeigt und ob Waller weiterhin Signale für eine straffe Geldpolitik gibt. Citi prognostiziert, dass dies eine "taubenhafte Zinserhöhung" sein wird; Goldman Sachs sagt offen, dass dieser Zinsschritt nicht ausreichend durch wirtschaftliche Grundlagen gedeckt ist; Standard Chartered hält die Zinserhöhung selbst für einen politischen Fehler. Sollten Hinweise auf mehrere harte Zinsschritte gegeben werden, könnte dies den Markt in Aufruhr versetzen; das größte Risikoszenario wäre jedoch eine überraschende Entscheidung, die Zinsen nicht anzuheben, was eine Vertrauenskrise sowie einen massiven Ausverkauf an den Aktienmärkten auslösen könnte.

Das Interesse der Investoren wächst aufgrund der Expansion von AI-Datenzentren! Qualcomm (QCOM.US) Aktienkurs steigt auf ein Zweimonatshoch
Da Investoren zunehmend optimistisch auf Qualcomms Strategie für den Einstieg in die künstliche Intelligenz (AI) im Bereich der Datenzentrum-Infrastruktur schauen, erhält der Chip-Hersteller mehr Aufmerksamkeit.

