Fitch: Die Lage im Nahen Osten birgt weiterhin Risiken für globale Unternehmen
Am 4. Juli veröffentlichte Fitch Ratings einen Bericht, der feststellt, dass trotz der am 17. Juni unterzeichneten vorläufigen Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran beide Seiten weiterhin Vergeltungsschläge ausführen. Die Vereinbarung bleibt fragil und Israel ist nicht beteiligt, wodurch die Lage im Nahen Osten weiterhin ein Risiko für globale Unternehmen darstellt. In seiner aktualisierten Analyse des „negativen Szenarios“ wies Fitch darauf hin, dass selbst wenn die derzeit angenommenen Extremszenarien (wie ein Rückgang des Aktienmarktes um 10 %, eine Ausweitung der Unternehmensanleihespreads um 100–200 Basispunkte, eine restriktivere Geldpolitik und eine spürbare Abschwächung der Weltwirtschaft) nicht vollständig eintreten, sie dennoch im Falle einer Eskalation als Referenz dienen können. In diesem Szenario würden die Wachstumsraten der US- und der Eurozonen-Wirtschaft deutlich sinken. Fitch bewertete 72 Branchensektoren in sechs globalen Regionen, wobei die meisten Risikoeinschätzungen unverändert blieben, einige jedoch nach oben oder unten angepasst wurden. Insgesamt ist Fitch der Ansicht, dass die „Tail Risks“ des Nahost-Konfliktes weiterhin bestehen und dass eine erneute Eskalation den globalen Unternehmensfinanzierungsmarkt und die Finanzmärkte weiterhin unter Druck setzen wird.
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