Die Wale drehen sich: NPS verzeichnet erstmals in diesem Jahr Netto-Käufe am KOSPI – Beginnt das Staatsfonds-Team mit der Stabilisierung des südkoreanischen Aktienmarktes?
Vom 1. bis 24. Juli haben der größte institutionelle Investor des südkoreanischen Kapitalmarktes, der Nationale Pensionsfonds (NPS), und andere verbundene Rentenfonds auf dem KOSPI-Hauptmarkt kumulativ Aktien im Wert von 68,4 Milliarden Won (rund 46,8 Millionen US-Dollar) netto gekauft. Dies ist das erste Mal in diesem Jahr, dass der NPS einen monatlichen Nettokauf erzielt hat.

Zuvor hat der NPS sechs Monate in Folge Aktien netto verkauft und zeigte dabei einen Trend zur monatlichen Ausweitung. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 8,73 Billionen Won netto verkauft. Insbesondere im Mai und Juni, als südkoreanische Aktien stark gestiegen sind, hat der NPS im Gegensatz zum Markt großvolumig verkauft, wobei die Nettoverkaufstage mehr als die Hälfte der Handelstage pro Monat ausmachten. In den beiden Monaten wurden jeweils 2,16 Billionen Won und 2,34 Billionen Won netto verkauft.

Betrachtet man die Handelsaktivitäten im Juli, zeigte der NPS an 11 von 17 Handelstagen einen Nettokauf, lediglich 6 Handelstage waren Nettoverkaufstage – die Kaufneigung ist sehr deutlich. Auf Einzeltitelebene zeigt der NPS in diesem Monat eine starke Sektorpräferenz. Auf der Käuferseite konzentriert sich der Fonds stark auf Halbleiter und traditionelle Energiesektoren. Hier ist das führende Unternehmen für AI-Speicher, SK hynix, das am meisten aufgestockte Asset mit einem kumulierten Nettokauf von 425,8 Milliarden Won und behauptet zum zweiten Monat in Folge die Spitze der Kaufrangliste. Darauf folgen SK Innovation (224,7 Milliarden Won) und S-Oil (174,4 Milliarden Won). Auf der Verkaufsseite zeigt sich eine strukturelle Bewegung von Kapitalabflüssen: SK Square verzeichnete den größten Nettoverkauf von 575,7 Milliarden Won. Gleichzeitig wurden Aktien im Samsung-Konzern deutlich reduziert, darunter Samsung Electro-Mechanics (313,6 Milliarden Won), Samsung Life Insurance (123,8 Milliarden Won) und Samsung Electronics (111,5 Milliarden Won).

Durchbrechen der Erwartung massiver Verkaufswellen – Die Stabilisierung der Institutionen setzt sich durch
Das Netto-Kaufverhalten des NPS im Juli könnte eine signifikante Stabilisierung für den derzeit hochvolatilen südkoreanischen Markt bewirken. Zunächst hat diese Maßnahme die Sorge um massiven Verkaufsdruck direkt beseitigt.
Der NPS kündigte im Januar dieses Jahres an, die erneute Balance der inländischen Aktien zu pausieren und erhöhte im Mai das Ziel für die inländische Aktienquote bis Ende 2026 deutlich von 14,9 % auf 20,8 %. Mit dem offiziellen Ablauf dieser temporären Ausnahmeregelung Ende Juni nahm der NPS ab Juli wieder das reguläre Rebalancing auf. Der Markt befürchtete zuvor, dass mit dem Ende der temporären Rebalancing-Ausnahme des NPS ein Verkaufsdruck von bis zu 74 Billionen Won entstehen könnte. Diese Erwartung belastete die Marktstimmung von Ende Juni bis Anfang Juli erheblich.
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