Der US-Arbeitsmarkt schwächte sich im Juli unerwartet ab, da Arbeitgeber 23.000 Stellen abgebaut haben, entgegen den Erwartungen eines Beschäftigungswachstums. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1% und entsprach damit den Prognosen der Ökonomen.
Das Bureau of Labor Statistics hat zudem die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni um insgesamt 103.000 Stellen nach unten korrigiert, was darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt schwächer war als zuvor berichtet. Das Gesundheitswesen blieb die wichtigste Quelle für Neueinstellungen im Privatsektor, während Bildung im kommunalen Bereich und der Einzelhandel die größten Arbeitsplatzverluste verzeichneten. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2%, obwohl die Inflation weiterhin auf den Haushaltsbudgets lastet.
Der schwächere Beschäftigungsbericht dürfte die Erwartungen verstärken, dass die Federal Reserve die Zinssätze unverändert lässt, während die Entscheidungsträger weiterhin den Arbeitsmarkt und die Inflation bewerten.
Anleger verringerten nach dem schwächer als erwarteten Arbeitsmarktbericht die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve. Laut CME FedWatch-Daten erwartet der Markt nun, dass die Zentralbank die Zinssätze im September unverändert lässt.
Investoren blicken nun auf den Inflationsbericht der nächsten Woche, um neue Hinweise auf den nächsten geldpolitischen Schritt der Federal Reserve zu erhalten.
Auch Krypto-Investoren beobachteten den US-Arbeitsmarktbericht, um Anhaltspunkte für die nächste Zinsentscheidung der Federal Reserve zu erhalten. Fabian Dori, CIO von Sygnum Bank, sagte, ein schwächeres Beschäftigungswachstum könnte Bitcoin unterstützen, wenn es die Erwartungen an eine stabile Zinspolitik der Federal Reserve verstärkt.
QCP Capital erklärte, dass der gesamtwirtschaftliche Ausblick weiterhin unsicher bleibt. Das Unternehmen fügte hinzu, dass Bitcoin trotz des jüngsten Coldcard-Exploits und einiger Unternehmensverkäufe von Bitcoin widerstandsfähig geblieben ist, was darauf hindeutet, dass Anleger auf dem Kryptomarkt weitgehend Panikverkäufe vermieden haben.
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