EUR/JPY erholt sich vom Tagestief, bleibt aber am Freitag im Minus
EUR/JPY handelt am Freitag schwächer und entfernt sich, obwohl der Euro (EUR) solide Gewinne gegenüber dem US Dollar (USD) verzeichnet. Die japanische Währung zog zu Beginn der amerikanischen Handelssitzung plötzlich stark an, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht überraschend schwach ausfiel. Das Währungspaar konnte jedoch einen Großteil der Verluste relativ schnell wieder wettmachen.
Japan und die Vereinigten Staaten führten am vergangenen Freitag eine koordinierte Intervention zum Yen-Kauf durch, eine seltene bilaterale Maßnahme, die Händler nun davon abhält, den Yen zu verkaufen, da der US Dollar während der frühen US-Sitzung am Freitag über 1 % gegenüber dem Yen nachgab. Der Yen entfernt sich nun deutlich von dem 40-Jahres-Tief, das er im Juli erreicht hatte.
Die Europäische Zentralbank (ECB) fährt weiterhin einen vorsichtigen Kurs, nachdem sie bei ihrer letzten Sitzung die Zinssätze unverändert gelassen hat. Die Märkte erwarten derzeit nur noch eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende und die Wahrscheinlichkeit für eine zweite Erhöhung ist gesunken.
Der Parlamentssprecher und Chefunterhändler Irans, Mohammad Bagher Ghalibaf, warf US-Präsident Donald Trump am Donnerstag „Theaterdiplomatie“ vor. Laut dem Entwurf, über den Fars berichtet, sollen US-amerikanische und israelische Schiffe in der Straße von Hormus künftig ausgeschlossen werden. Die Durchfahrtszahlen durch diese Wasserstraße dürften in absehbarer Zeit nicht auf das Vorkriegsniveau zurückkehren, selbst wenn Iran und Oman ihren Rahmenvertrag abschließen. Für eine Volkswirtschaft, die nahezu ihre gesamte Energie über diesen Weg importiert, bedeuten höhere und unsicherere Rohölpreise eine Verschlechterung der Handelsbedingungen Japans – genau der Mechanismus, der den Yen ursprünglich auf ein 40-Jahres-Tief getrieben hatte.
Kurzfristige technische Analyse:
Im 4-Stunden-Chart notiert EUR/JPY bei 182,00 und behält einen leicht bärischen kurzfristigen Ausblick bei, da sich das Paar unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 182,17 sowie dem 100-Perioden SMA bei 184,70 bewegt. Das Paar befindet sich unterhalb einer nahen horizontalen Begrenzung bei 182,13, während der Relative Strength Index (RSI) um 41 auf eine gedämpfte Dynamik statt auf aggressiven Verkauf hindeutet und eine Konsolidierung unter diesen Widerständen signalisiert.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 182,13, gefolgt vom 20-Perioden SMA bei 182,17. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich würde den Weg für den nächsten Widerstand bei 182,69 sowie für den übergeordneten 100-Perioden-SMA nahe 184,70 ebnen.
Auf der Unterseite befindet sich die erste Unterstützung bei 181,76, vor einer weiteren horizontalen Marke bei 181,30, wo das Währungspaar am Freitag zu Beginn der US-Sitzung Unterstützung fand. Ein klarer Durchbruch unter dieses Niveau würde den bärischen Ausblick verstärken und den Weg für tiefere Rücksetzer in den kommenden Sitzungen bereiten.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen

Berichten zufolge plant Colgate-Palmolive (CL.US), einen Teil seiner Körperpflege-Marken zu verkaufen, mit einem Gesamtwert von mehr als 1 Milliarden US-Dollar.
Laut informierten Kreisen prüft Colgate derzeit den Verkauf einiger seiner Marken im Bereich Körperpflege für den Massenmarkt. Das Unternehmen plant aktuell, nur wenige Marken aus seinem Körperpflegegeschäft abzugeben; deren Gesamtwert könnte mehr als 1.1 billions US-Dollar betragen.


