Der Kanadische Dollar gibt von seinem Zwei-Monats-Hoch nach, da der sich erholende USD die höheren Ölpreise ausgleicht.
Das Währungspaar USD/CAD zieht zu Beginn der neuen Woche einige Käufer bei Kursrücksetzern an und macht einen Teil der starken Verluste vom Freitag bis in den Bereich von 1,3925 wieder wett, was einem fast zweimonatigen Tief entspricht. Die Spotpreise klettern während der asiatischen Sitzung wieder über die Mitte der 1,3900er Marke, wobei das Aufwärtspotenzial angesichts einer Kombination divergierender Faktoren begrenzt erscheint.
Während die Anleger den enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) vom Freitag hinter sich lassen, sorgt die US-Iran-Konfrontation weiterhin für eine geopolitische Risikoprämie und wirkt unterstützend für den sicheren Hafen US Dollar (USD). Zudem stützt die Erwartung, dass das Federal Reserve (Fed) die Kreditkosten bis Ende des Jahres angesichts inflationsbedingter Risiken durch steigende Rohölpreise anheben wird, den Greenback und das Währungspaar USD/CAD.
Indessen sorgt die Unsicherheit hinsichtlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin für Unterstützung bei den Rohölpreisen, was den rohstoffgebundenen Loonie untermauert. Der Kanadische Dollar (USD) könnte zudem von dem am Freitag veröffentlichten positiven Arbeitsmarktbericht aus dem Inland profitieren. Dies wiederum könnte Händler davon abhalten, aggressive bullische Wetten auf das Währungspaar USD/CAD einzugehen und bedeutende Gewinne begrenzen.
Daher empfiehlt es sich, auf einen starken Anschlusskauf zu warten, bevor bestätigt werden kann, dass die aktuelle Korrektur aus dem Bereich der Mitte der 1,4200er Marke, dem im Juni erreichten Jahreshoch, abgeschlossen ist und sich eine weitere Aufwärtsbewegung abzeichnet. Händler könnten sich ebenfalls dazu entscheiden, auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten in dieser Woche zu warten. Darüber hinaus wird auf weitere Entwicklungen in Bezug auf die Krise im Nahen Osten geachtet, um neue Impulse zu erhalten.
USD/CAD Tageschart
Technische Analyse:
Die Fähigkeit des USD/CAD-Paares, sich über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3917 zu halten, deutet darauf hin, dass eine zugrunde liegende Nachfrage Kursrückgänge weiterhin abfedert, auch wenn der Aufwärtsdruck gedämpft erscheint. Ein Bruch würde eine tiefere Korrektur ermöglichen. Umgekehrt könnten Händler psychologisch wichtige Rundemarken und jüngste Bewegungshochs heranziehen, um die nächsten Obergrenzen zu definieren, solange die Spotpreise über dem 100-Tage-SMA bleiben.
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