Die Dow-Futures bleiben stabil angesichts steigender Ölpreise und sinkender Chancen auf Zinssenkungen durch die Fed
Die Dow Jones-Futures bewegen sich während der europäischen Handelszeiten am Montag stabil um 54.150 Punkte. Gleichzeitig gewinnen die S&P 500-Futures 0,16 % und handeln nahe 7.790 Punkten, während die Nasdaq 100-Futures 0,39 % zulegen und sich knapp unter 29.950 Punkten bewegen.
Die US-Aktienindex-Futures zeigen sich uneinheitlich, da Händler angesichts steigender Rohölpreise vorsichtiger agieren, was auf schwindende Hoffnungen auf eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückzuführen ist. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten rücken weiterhin Inflationsrisiken und den Zinsausblick ins Zentrum der Marktaufmerksamkeit.
Die Spannungen im Nahen Osten bleiben erhöht, da der anhaltende Konflikt zwischen den USA und Iran in eine entscheidende diplomatische Phase eintritt, die von intensiven militärischen Auseinandersetzungen und strategischem Druck rund um die Straße von Hormus geprägt ist. Teheran erklärte, dass die Gespräche mit Oman über die Einrichtung einer sicheren Schifffahrtsroute durch die strategische Wasserstraße kurz vor einer Einigung stehen, warnte jedoch, dass eine solche Vereinbarung nicht zu einer sofortigen Wiedereröffnung führen würde.
Die US-Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) sind im Juli unerwartet um 23.000 gesunken. Deutliche Abwärtskorrekturen für Juni – von ursprünglich gemeldeten 57.000 auf 20.000 – unterstreichen die sich abschwächenden Bedingungen am Arbeitsmarkt. Infolgedessen signalisiert das CME FedWatch Tool, dass der Markt nun nur noch von einer fast 44%igen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September ausgeht, gegenüber 67% vor einer Woche.
Kenneth Broux von Societe Generale stellt fest, dass die jüngsten US-Daten die politische Debatte deutlich verschoben haben und merkt an, dass „eine weitere Zinserhöhung im Dezember weiterhin möglich bleibt“, auch wenn die „plötzliche Abschwächung des Arbeitsmarktes eine Neubewertung der taktischen Perspektive erfordert und die Debatte über den doppelten Auftrag der Fed neu entfacht“. Er sieht das schwächere US-Arbeitsmarktumfeld und die damit verbundene Neubewertung als Auslöser für Investoren, sowohl das Timing weiterer Straffungen durch die Fed als auch die Balance zwischen Inflations- und Beschäftigungsziel der US-Notenbank neu zu bewerten.
Der Fokus der Händler richtet sich zudem auf wichtige US-Inflationsdaten, die später in dieser Woche veröffentlicht werden. Gleichzeitig stehen an der Unternehmensfront Quartalsberichte bedeutender Akteure aus dem KI-Sektor wie Applied Materials, Cisco und CoreWeave an.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
