Japanischer Yen: Intervention steht vor anhaltender Zinsdifferenz – HSBC
HSBC Asset Management analysiert die jüngste koordinierte Intervention der japanischen und US-amerikanischen Behörden zur Stützung des japanischen Yen und erinnert an das abrupte Zurückfahren von Carry-Trades während der vorangegangenen Episode vor zwei Jahren. Der Bericht argumentiert, dass trotz kurzfristiger Unterstützung und Risiken durch Short-Positionierungen anhaltende Inflation in den USA und eine vorsichtige Straffung durch die Bank of Japan die Zinsdifferenzen belasten und somit die mittelfristigen Aussichten der Währung beeinträchtigen.
Devisenreaktion im Vergleich zu Zinsdifferenzen
„Vor zwei Jahren wurden die globalen Märkte durch einen Anstieg des japanischen Yen erschüttert – ausgelöst durch die Intervention der Behörden zur Unterstützung der Währung an den Devisenmärkten sowie eine überraschende Änderung der Erwartungen an den Leitzins. Dies führte zu einem starken Abbau der Yen-Carry-Trades, bei denen Händler in Yen leihen, um höher verzinste Anlagen im Ausland zu kaufen, und es löste weitreichende Volatilität aus.“
„Kürzlich griffen die japanischen Behörden erneut ein, um den Yen zu stützen – diesmal in Koordination mit den USA – und setzten so ein deutliches Signal an die Märkte. Das aktuelle Umfeld erscheint jedoch weniger förderlich für eine nachhaltige Yen-Erholung als im Jahr 2024. Trotz robusterer Inflation zeigt sich die Bank of Japan weiterhin zurückhaltend, einen schnelleren Straffungskurs anzukündigen.“
„Im Gegensatz dazu haben anhaltende Inflation in den USA und deutlichere Signale der Fed die Erwartungen in Richtung höherer US-Zinsen geschoben.“
„Deviseninterventionen können die Währung kurzfristig unterstützen. Und eine signifikante Netto-Short-Positionierung beim Yen birgt das Risiko einer plötzlichen Aufwertung. Vorerst jedoch lasten die Zinsdifferenzen grundsätzlich auf den Aussichten der Währung.“
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