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Ungarischer Forint: Erholung gegenüber dem Euro könnte sich fortsetzen – Commerzbank

Ungarischer Forint: Erholung gegenüber dem Euro könnte sich fortsetzen – Commerzbank

FXStreetFXStreet2026/08/10 13:50
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Tatha Ghose von der Commerzbank stellt fest, dass der Ungarische Forint [HUF] seine Gewinne nach den Wahlen nur teilweise korrigiert hat und eine Erholung erwartet wird, falls sich die globalen Risikobedingungen stabilisieren. Für die kommenden Monate wird ein Rückgang von EUR/HUF in den Bereich von 350–355 prognostiziert. Ghose warnt jedoch, dass ein langsameres Wachstum, fortgesetzte Lockerungen der Zentralbank und fiskalische Bedenken bis 2027 erneut Druck auf den Forint ausüben könnten, da die Unterstützung durch reale Zinssätze nachlässt.

Erholung kurzfristig, Gegenwind langfristig

„Die Forint-Rallye hat sich im vergangenen Monat korrigiert (siehe Grafik 1), aber diese Korrektur sollte nicht überbewertet werden. Die Währung war stets das risikofreudigste Investment in Mittel- und Osteuropa und litt daher überproportional während des jüngsten weltweiten Risk-Off. Die Kombination aus Energieschock, geopolitischem Risiko und Dürre schürt Stagflationsängste – schwächere Wachstumsaussichten, aber höheres Inflationsrisiko – was dem Forint tendenziell stärker schadet als dem Zloty oder der Krone.“

„In diesem Sinne war die jüngste Bewegung weniger eine Neubewertung der politischen Lage Ungarns, sondern eher das teilweise Zurückdrehen einer vorherigen starken Rallye. Es würde uns nicht überraschen, wenn EUR/HUF wieder Richtung 350-355 tendiert, falls sich geopolitische und Energiemarktbedingungen stabilisieren.“

„Zusammenfassend sollte die kurzfristige Korrektur des Forint nicht überbewertet werden. Die Erwartungen an einen Regimewechsel wurden nicht enttäuscht, Tiszas Zustimmungswerte bleiben hoch und die Reformen unter Führung der Magyar schreiten an mehreren Fronten voran. Falls sich das globale Risiko-Umfeld stabilisiert, kann sich der Forint einen Teil seiner jüngsten Verluste zurückholen und EUR/HUF kann wieder in Richtung 350-355 gehen.“

„Später jedoch werden die bekannten Einschränkungen zurückkehren. Ein schnelleres GDP-Wachstum voranzutreiben, bedeutende Reformen umzusetzen und eine striktere Fiskalpolitik einzuführen werden große Herausforderungen und Abwägungen mit sich bringen. Das Thema des langsamen Trendwachstums in Ungarn wird schwer zu lösen sein.“

„Gleichzeitig dürfte sich der reale Zinssatz Ungarns verringern, da die MNB die rates senkt und der zugrunde liegende Inflationstrend nicht mehr weiter nachlässt. Schwaches Wachstum und ein sich verringernder realer Zinssatz werden den Wechselkurs im Verlauf des Jahres 2027 unter Druck setzen.“

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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