Die Debatte über den CLARITY Act hat sich zugespitzt, wobei Stablecoin-Belohnungen und deren potenzielle Auswirkungen auf Regionalbanken zu einem zentralen Streitpunkt geworden sind. Befürworter argumentieren, dass die verfügbaren Einlagendaten keinen weit verbreiteten Einlagenabzug durch Stablecoins zeigen.
Senatorin Cynthia Lummis wies Behauptungen einiger Regionalbanken zurück, dass Stablecoins Einlagen abziehen würden.
Einlagendaten Zeichnen Ein Anderes Bild
Sie verwies auf Daten der Bank of America, die zeigen, dass Haushaltsguthaben in allen Einkommensgruppen steigen, sowie auf Daten der FDIC, denen zufolge die heimischen Einlagen im siebten Quartal in Folge gewachsen sind. Regionalbanken verzeichneten demnach ein Einlagenwachstum von 5 % und schnitten damit besser ab als die Branche insgesamt.
Lummis betonte zudem Abschnitt 404 des CLARITY Act, der es Stablecoin-Emittenten untersagen würde, zinsähnliche Belohnungen zu zahlen und das Bewerben von Stablecoins als Bankeinlagen oder FDIC-versicherte Produkte verbieten würde. Sie argumentierte, die Bestimmung sei strenger als bestehende Regeln und stelle kein Schlupfloch für Stablecoin-Renditen dar.
Ihren Angaben nach verschwinden Regionalbanken vor allem wegen der Konsolidierung der Branche. In den letzten zehn Jahren seien rund 2.000 Regionalbanken verloren gegangen, während nur 62 neue Institute gegründet wurden. Große Regionalbanken treten offenbar als Hauptkäufer auf.
Sie ergänzte, dass der Bankenausschuss bereits neun Maßnahmen für Regionalbanken in ein Wohnungsbaugesetz aufgenommen hat, um die Einlagenbindung zu verbessern, zusätzlich zu strengeren Stablecoin-Rendite-Beschränkungen im Rahmen des CLARITY Act.
Stablecoins Könnten Auch Banken Helfen
Faryar Shirzad erklärte, Regionalbanken bräuchten regulatorische Entlastung und bessere Werkzeuge, aber die Einschränkung von Stablecoin-Belohnungen werde ihre grundlegenden Probleme nicht lösen. Er argumentierte, Stablecoins könnten kleineren Banken stattdessen Zugang zu günstigeren Zahlungsinfrastrukturen und neuen Kundendienstleistungen verschaffen.
Die September-Frage
Vincent Van Code warnte hingegen, dass restriktive US-Regeln die Aktivitäten in krypto-freundliche Märkte wie Europa oder Japan verlagern könnten, wo Nutzer möglicherweise Zugang zu Stablecoins und Renditeprodukten hätten.
Mit dem nächsten wichtigen Stichtag für den CLARITY Act am 15. September bleibt die zentrale Frage, ob die Gesetzgeber den Streit zwischen Stablecoin- und Bankensektor lösen können, ohne die Branche oder Kapital ins Ausland zu drängen.




