Goldpreis: LBMA-Schnappschuss-Umfrage unter professionellen Analysten
Der durchschnittliche Goldpreis zum Jahresende wird laut einer im Juli von LBMA durchgeführten Umfrage unter 16 professionellen Analysten auf etwa 4.500 US-Dollar geschätzt. Der höchste in der Umfrage genannte Wert für das Jahresende lag bei 5.100 US-Dollar, der niedrigste bei 3.879 US-Dollar.
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wies der Goldpreis eine ungewöhnlich hohe Volatilität auf: Er bewegte sich von einem Allzeithoch am 29. Januar bei 5.501,70 US-Dollar über ein Jahrestief von 3.978,55 US-Dollar (1. Juli) und schloss den Juli bei 4.026,60 US-Dollar, was einem Rückgang von 8,2 % im bisherigen Jahresverlauf entspricht. Der Durchschnittspreis in diesem Zeitraum betrug 4.595,75 US-Dollar und lag damit rund 135 US-Dollar unter dem von 28 im Januar von LBMA befragten Analysten vorhergesagten Jahresdurchschnitt.
Die Halbjahresbilanz liefert ein Update zu diesen Zahlen und zeigt, dass sich die Erwartungen an die Realität der ersten sieben Monate angepasst haben. Kurz gesagt liegt der prognostizierte Jahresdurchschnitt für den Goldpreis bei 4.604 US-Dollar, wobei für die zweite Jahreshälfte Kurshöchststände zwischen 4.872 und 5.800 US-Dollar sowie Jahrestiefs bis zu 3.450 US-Dollar erwartet werden.
Die Liste der Einflussfaktoren auf den Goldpreis – geopolitische Themen insbesondere im Nahen Osten, US-Inflation, die Ausrichtung der Federal Reserve, das Kaufverhalten der Zentralbanken – hat sich seit Jahresbeginn nicht wesentlich verändert, allerdings liegt der Fokus nun stärker auf der Fed unter der neuen Führung von Kevin Warsh.
Von den 16 Befragten der Umfrage nannten fünf den Iran als Hauptsorge, einer hob die anhaltende Goldnachfrage der Zentralbanken hervor und die übrigen verwiesen auf die Fed und deren Reaktion auf die US-Inflationszahlen.
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