Ausländische Medien: CLARITY-Gesetz blockiert, Ripple setzt dennoch die Expansion von XRP fort
Ausländische Medienkommentare sind der Ansicht, dass das fortwährende Ausbleiben der Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes durch den US-Senat tatsächlich den Fortschritt bei der Einführung eines einheitlichen Regulierungsrahmens für die digitale Vermögenswertebranche verlangsamt, dies aber nicht bedeutet, dass Ripples institutionelle Expansion gestoppt werden muss. Für Ripple hat sich ein anderer, konkreterer Compliance-Weg eröffnet.
OCC-Lizenz bietet unternehmensweite Möglichkeiten
Im Artikel wird erwähnt, dass das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) im Dezember 2025 die Antragstellung der Ripple National Trust Bank unter Auflagen genehmigt hat. Das bedeutet, Ripple tritt in den Rahmen der Bundesbankaufsicht ein, ist aber derzeit noch keine vollwertig operierende nationale Bank.
Dieser Weg unterscheidet sich von der Gesetzgebung durch den Kongress. Während das CLARITY-Gesetz auf die gesamte US-Digitalvermögenswertebranche abzielt und den Schwerpunkt auf Token-Klassifizierung sowie Bundesregulierungsbefugnisse legt, repräsentiert eine OCC-Lizenz eher eine unternehmensspezifische Compliance-Lösung für Ripple mit einem fokussierten Anwendungsbereich.
Wenn der weitere Fortschritt gelingt, könnten Ripples konforme Fähigkeiten im Bereich Verwahrung, Stablecoin-Geschäft und das RLUSD-Reservenmanagement gestärkt werden – und die Zusammenarbeit mit regulierten Finanzinstitutionen dadurch erleichtert sein.
Verschiebung des Gesetzes bedeutet keinen Stillstand der Geschäfte
Im Artikel wird argumentiert, dass ein viel interessanterer Aspekt für den Markt die Tatsache ist, dass Ripples Geschäftsentwicklung nicht davon abhängt, dass der Kongress zuerst eine abschließende Lösung vorgibt. Selbst falls das CLARITY-Gesetz weiterhin im Senat feststeckt, kann das Unternehmen über die bestehenden Kanäle den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben.
- Zahlungs- und grenzüberschreitende Abwicklungsdienstleistungen
- Vermögensverwahrung für institutionelle Kunden
- Stablecoin- und Tokenisierungsbezogene Dienstleistungen
Dies ist zugleich der Kernpunkt der positiven Einschätzung im Artikel: Damit ist nicht gemeint, dass Ripple das CLARITY-Gesetz nicht mehr benötigt, sondern dass das Unternehmen auch bei gesetzgeberischen Verzögerungen alternative Wege für den Ausbau des Geschäfts hat.
Zwei Wege könnten gleichzeitig wirken
Der Artikel betont auch, dass die bedingte Zulassung durch das OCC keinen bundesweiten Rechtsrahmen ersetzen kann. Die Banklizenz löst Ripples eigenes regulatorisches Identitätsproblem, kann aber nicht die für das gesamte Ökosystem notwendigen einheitlichen Regeln schaffen.
Sollte in Zukunft der Kongress das CLARITY-Gesetz verabschieden, könnte Ripple in mehrfacher Hinsicht profitieren: Zum einen durch einen klareren bundesweiten Regulierungsrahmen für Krypto und zum anderen durch die eigene, bereits aufgebaute und regulierte Bankinfrastruktur. In diesem Fall könnten sich auch die Anwendungsbereiche von XRP und dem XRP Ledger deutlich erweitern.
Derzeit sucht die US-Regulierungsbehörde ebenfalls nach neuen Ansätzen zur Krypto-Regulierung – und Kongressmitglieder werden das CLARITY-Gesetz voraussichtlich nach der Sommerpause im August erneut diskutieren. Während sich die Marktaufmerksamkeit auf den September richtet und die Aussichten des Gesetzes nach wie vor ungewiss sind, ist die Ansicht im Artikel, dass dies Ripple nicht daran hindert, den Ausbau des eigenen Geschäfts weiter fortzusetzen.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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