CoreWeave-Mitbegründer haben seit Ablauf der Lockup-Frist Aktien im Wert von mehreren Milliarden verkauft
CoreWeave-Mitbegründer und Chief Development Officer Brannin McBee verkaufte am 10. August 197.000 Class A-Aktien und erzielte damit rund 17,7 Millionen US-Dollar. Der Verkauf wurde gemäß einem Rule 10b5-1-Handelsplan durchgeführt, den er bereits im März verabschiedet hatte – die Transaktion war also Monate im Voraus eingeplant.
McBee ist damit nicht allein. CEO und Mitgründer Michael Intrator erzielte allein im Juli etwa 20,5 Millionen US-Dollar durch Aktienverkäufe. Seit dem Ende der Haltefrist Mitte 2025 haben die Mitgründer Aktien im Milliardenbereich verkauft, halten jedoch weiterhin bedeutende Anteile.
Die Mechanik hinter den Verkäufen
McBees Transaktion umfasste die Umwandlung von Class B-Aktien in Class A-Aktien, bevor diese am offenen Markt verkauft wurden. Class B-Aktien verfügen normalerweise über erweiterte Stimmrechte, daher ist das Aufwerten und anschließende Verkaufen eine gängige Strategie für Gründer, die Gewinne realisieren wollen, während die duale Aktienstruktur die Kontrolle weiterhin bei den Insidern konzentriert.
Die 10b5-1-Pläne, die sowohl McBee als auch Intrator genutzt haben, sind vorab festgelegte Handelspläne, die bei der SEC eingereicht werden und es Unternehmensinsidern erlauben, Anteile zu vorbestimmten Zeitpunkten oder Preisen zu verkaufen. Zweck dieser Pläne ist es, Führungskräfte vor dem Verdacht des Handels mit Insiderinformationen zu schützen, da der Verkaufsplan lange vor einem Verkauf festgelegt wird.
COO Sachin Jain und Mitbegründer Brian Venturo haben ebenfalls im kleineren Umfang nach demselben Muster Aktien verkauft.
Was Insiderverkäufe wirklich aussagen
Der entscheidende Punkt ist, dass Intrator trotz seiner Verkaufsaktivitäten einer der größten Anteilseigner von CoreWeave bleibt. Zusammengenommen besitzen die Mitgründer etwa 18 % des Unternehmens, was einige Sorgen der Investoren hinsichtlich langfristiger Stabilität mildern könnte.
CoreWeaves Rolle im KI-Infrastrukturwettlauf
CoreWeave ging als Anbieter von GPU-Cloud-Infrastruktur an die Börse und vermietet spezialisierte Rechenleistung, die KI-Unternehmen für das Training und den Betrieb ihrer Modelle benötigen. Das Unternehmen hat sich eine Nische geschaffen, indem es sich ausschließlich auf GPU-Anwendungen konzentriert und nicht – wie Amazon, Microsoft und Google – das gesamte Spektrum an Cloud-Diensten abdeckt.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Goldman Sachs interpretiert Metas (META.US) KI-Paradigmenwechsel: MuseAI läutet eine neue Ära intelligenter Agenten ein
Kürzlich hat Meta sein persönliches KI-Agentenprodukt Muse AI auf den Markt gebracht, was den offiziellen Übergang der Consumer-KI von rein dialogbasierten Chatbots hin zu intelligenten Agenten markiert, die reale Aufgaben eigenständig ausführen können. Goldman Sachs hat in einem aktuellen Bericht die Bewertung für Meta weiterhin auf „Kaufen“ belassen.

Piper Sandler senkt das Kursziel für Kimberly-Clark auf 118 US-Dollar.
Die europäischen Aktienindex-Futures fallen.

