Nach dem größten wöchentlichen Zufluss seit April verzeichneten Bitcoin ETFs nun Nettoabflüsse von 390 Millionen US-Dollar, und die Stimmung der Institutionen hat sich erneut ins Negative gewendet.
In der vergangenen Woche verzeichneten die US-Spot Bitcoin ETFs den größten wöchentlichen Netto-Mittelabfluss seit Ende Juni und kehrten damit den starken Start Anfang August um.
Laut der APP von Jinse Finance wurde in der vergangenen Woche beim US-Spot-Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) der größte wöchentliche Netto-Fondsabfluss seit Ende Juni verzeichnet, was den starken Start Anfang August umkehrte. Nach zusammengestellten Daten beliefen sich die Nettoabflüsse der 13 in den USA gelisteten Bitcoin-ETFs bis zur Woche vom 10. August insgesamt auf 389,7 Millionen US-Dollar, während in der Vorwoche noch Nettozuflüsse von 853,5 Millionen US-Dollar registriert wurden.
In der ersten Augustwoche wurde das größte wöchentliche Fondszuflussrekord seit April aufgestellt. Ende Juli 2026 gab es einen groß angelegten Firmware-Angriff auf die Coldcard Hardware Wallet. Dieser Angriff verursachte nicht nur erhebliche finanzielle Verluste, sondern erschütterte auch das Vertrauen des Marktes in die Sicherheit von „Selbstverwahrung“ von Kryptowährungen. Das Ereignis entfachte erneut das Interesse von Anlegern, ihre digitalen Vermögenswerte über traditionelle Finanzkanäle zu schützen.
Esme Pau, Leiterin der Kapitalmärkte und Politik bei der Blockchain-Sicherheitsinstitution CertiK, erklärte: „Der ETF Nettoabfluss in der letzten Woche spiegelt die insgesamt schwache Stimmung am Bitcoin-Markt wider. Die nach dem Coldcard-Hacker-Ereignis kurzfristigen Zuflüsse erscheinen nun eher als eine anomale Schwankung, während die breitere institutionelle Stimmung weiterhin vorsichtig und sogar pessimistisch bleibt.“
Während die ETFs erneut Verkaufsdruck verzeichnen, bewegt sich der Bitcoin-Preis um 63.000 US-Dollar und ist etwa 50 % vom im Oktober letzten Jahres erreichten Allzeithoch zurückgegangen. Das Risiko steigender Zinsen belastet die Marktstimmung weiterhin, und der Mangel an Fortschritten bei dem in den USA vorgeschlagenen Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes – dem Clarity Act – führt ebenfalls dazu, dass potenzielle Käufer abwarten.

Bitcoin-ETFs bieten Investoren die Möglichkeit, von der Preisentwicklung von Bitcoin zu profitieren, ohne Token direkt besitzen oder selbst verwahren zu müssen. Auch wenn im vergangenen Monat drei Wochen lang leichte Nettozuflüsse verzeichnet wurden, ist das unterliegende Vertrauen weiterhin fragil.
Kürzlich wurde bei der Offline-Wallet Coldcard, einer Marke des in Toronto ansässigen Unternehmens Coinkite, eine Sicherheitslücke bekannt. Das Schlüsselgenerierungsverfahren weist ein Vorhersageproblem auf, was das Vertrauen des Marktes in diese als besonders sichere Lösung für die Speicherung von Krypto-Assets erschüttert hat. Vor diesem Hintergrund sehen einige Anleger die Logik gestärkt, Bitcoin über traditionelle Anlagekanäle zu halten.
Letzte Woche zeigte der Bitcoin-Kurs nahezu keine Bewegung; die Schwankungsbreite lag unter 2 %. Zum Zeitpunkt des Berichts lag der Preis bei etwa 63.650 US-Dollar.
Der implizite Volatilitätsindex, der die erwartete Bitcoin-Volatilität misst (basierend auf Optionspreisen für die Schwankung der nächsten 30 Tage), lag am Montag bei etwa 37 und somit unter dem Jahresdurchschnitt sowie deutlich unter dem Höchstwert von 82,2 Anfang Februar.
Die ETF-Fondsströme sind ein wichtiger Indikator für die institutionelle Nachfrage, da diese Produkte zu einem der Hauptkanäle für traditionelle Investoren geworden sind, um in Bitcoin zu investieren. Ein anhaltender Nettoabfluss könnte den Preis und die Liquidität belasten, insbesondere wenn andere Nachfragequellen ebenfalls schwach bleiben.
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