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Wichtiger Fortschritt beim Anthropic-IPO: Ehemalige Aktionäre sollen „auszahlen“ dürfen, Sperrfrist könnte verlängert werden, Börsengang frühestens Ende September

Wichtiger Fortschritt beim Anthropic-IPO: Ehemalige Aktionäre sollen „auszahlen“ dürfen, Sperrfrist könnte verlängert werden, Börsengang frühestens Ende September

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/27 21:31
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Von:华尔街见闻

Berichten zufolge erwägt Anthropic, bestehenden Aktionären im Rahmen des Börsengangs den teilweisen Verkauf ihrer Anteile zu erlauben, während gleichzeitig eine Lock-up-Periode von mehr als 180 Tagen geprüft wird, um den Liquiditätsbedarf früher Investoren und Mitarbeiter teilweise zu decken und gleichzeitig das Aktienangebot sowie Kursschwankungen nach dem Börsengang zu kontrollieren. Das Unternehmen plant, den Emissionsprospekt nach dem US-amerikanischen Labor Day am 7. September offenzulegen und Mitte September einen Investorentag abzuhalten. Prognosemärkte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen den Börsengang vor Oktober abschließt, bereits auf 86 % gestiegen ist.

Anthropic macht in seinem IPO-Prozess weitere entscheidende Fortschritte.

Das Tech-Medium The Information berichtete am Mittwoch, den 27. Mai, US-Ostküstenzeit, dass Anthropic erwägt, bestehenden Aktionären zu erlauben, einen Teil ihrer Aktien beim IPO zu verkaufen, und gleichzeitig eine Lock-Up-Frist von über 180 Tagen einzuführen. Dies soll der Forderung von frühen Investoren und Mitarbeitern nach Teilrealisierung ihrer Gewinne nachkommen und gleichzeitig das Angebot und die Volatilität der Aktien nach dem Börsengang kontrollieren.

Weiter berichtet The Information, dass Anthropic plant, das IPO-Prospekt nach dem amerikanischen Labor Day, also ab dem 7. September öffentlich bekanntzugeben und Mitte September einen Investoren-Tag zu veranstalten, um potenziellen Investoren sowie Analysten das Unternehmen vorzustellen. Der derzeitige Zeitplan für den Börsengang sieht Ende September oder Anfang Oktober vor, wobei das endgültige Datum noch variieren kann.

Auch die Erwartungen am Markt für einen baldigen Börsengang von Anthropic steigen. Der offizielle Social-Media-Account von Polymarket veröffentlichte am Donnerstag während der US-Handelszeiten einen Beitrag mit grafischer Darstellung, wonach der Markt derzeit die Wahrscheinlichkeit für einen IPO von Anthropic vor Oktober auf 86% taxiert.

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Bestehende Aktionäre sollen beim IPO Aktien verkaufen dürfen

The Information berichtet, dass Anthropic erwägt, einigen bestehenden Aktionären zu erlauben, beim IPO direkt Aktien zu verkaufen. Das würde bedeuten, dass sowohl neue Aktien der Gesellschaft als auch von alten Aktionären beim Börsengang angeboten werden.

Es ist derzeit nicht klar, in welchem Umfang Aktien verkauft werden dürfen und welche Aktionäre dabei teilnehmen können.

Kommt dieses Modell zum Zug, wäre Anthropic anders als einige der großen Tech-IPOs dieses Jahres. Laut The Information hatten SpaceX und Cerebras bei ihrem Börsengang keine Verkäufe von bestehenden Aktionären vorgesehen, während CoreWeave, Figma und andere große Tech-Unternehmen in den letzten Jahren solche Verkäufe einschlossen.

Für Anthropic kann die Möglichkeit, dass frühe Aktionäre beim IPO Kasse machen, dazu beitragen, die angesammelten Buchgewinne von Investoren und Mitarbeitern vorzeitig zu realisieren. Die Unternehmensbewertung ist in den letzten zwei Jahren schnell gestiegen und lag im Mai in der jüngsten Finanzierungsrunde bereits bei etwa 96,5 Milliarden US-Dollar.

Allerdings kann der Verkauf von Aktien durch Insider während des IPO dem Markt auch negative Signale senden: Investoren könnten dies als Zeichen deuten, dass frühe Aktionäre ihre Gewinne beim Börsengang realisieren wollen. Deshalb denkt Anthropic auch darüber nach, strengere Lock-Up-Regelungen einzuführen, um den Verkaufsdruck nach der Börsennotierung zu verringern.

Lock-Up-Frist wohl länger als 180 Tage

The Information berichtet, dass Anthropic darüber nachdenkt, für zumindest einige Aktionäre eine Lock-Up-Frist von über 180 Tagen einzuführen.

180 Tage sind bei klassischen Börsengängen eine übliche Lock-Up-Frist, um zu verhindern, dass Insider und frühe Investoren nach dem Börsengang auf einen Schlag ihre Aktien verkaufen und damit den Kurs negativ beeinflussen.

Wenn Anthropic einigen Aktionären erlaubt, beim IPO Aktien zu verkaufen und für die übrigen Aktien eine längere Lock-Up-Frist gilt, könnte die Aktienverfügbarkeit auf verschiedene Zeitpunkte verteilt werden und so den initialen Verkaufsdruck mindern.

Dies ist besonders für Anthropic dringend. Als eines der am höchsten bewerteten AI-Startups weltweit wird der Börsengang sehr groß und viel Aufmerksamkeit erhalten. Kommt es zu massiven Aktienverkäufen von frühen Investoren nach dem Börsengang, könnte das die Kursvolatilität stark erhöhen.

The Information berichtet auch, dass Anthropic plant, Mitarbeiter dazu zu verpflichten, Aktien nach einem vorher festgelegten Verkaufsplan zu veräußern, statt ausschließlich auf die Zeitfenster nach Quartalsberichten zu setzen. Das könnte helfen, den Handel von Insider-Aktien nach dem Börsengang besser zu steuern.

IPO-Prospekt wohl nach amerikanischem Labor Day

Zum Zeitplan des Börsengangs, berichtet The Information, dass Anthropic plant, das IPO-Prospekt nach dem amerikanischen Labor Day öffentlich zu machen und Mitte September einen Investoren-Tag zu veranstalten.

Nach derzeitiger Planung könnte das Unternehmen Ende September oder Anfang Oktober den Börsengang vollziehen.

Shay Boloor von Futurum Equities erwartet auch, dass die IPO-Unterlagen von Anthropic frühestens im September veröffentlicht werden und der Börsengang Ende September erfolgen könnte. Laut den am Mittwoch von Polymarket veröffentlichten Marktdaten schätzen Anleger die Wahrscheinlichkeit für einen IPO von Anthropic vor Oktober auf 86%.

Wenn Anthropic den Zeitplan einhält, wird das IPO-Prospekt in den kommenden Wochen zum Fokus des Marktes. Dann werden Umsatzzuwächse, Ertragslage, Investitionen in Rechenkapazität, Kapitalstruktur und die Größe des IPOs wichtige Anhaltspunkte für die endgültige Bewertung liefern.

Markt setzt auf über eine Billion Dollar Bewertung

Der IPO von Anthropic wird auch wegen seiner potenziell historischen Dimension als einer der größten Tech-Börsengänge aller Zeiten beachtet.

Yahoo Finance zitierte kürzlich Markterwartungen, dass die Bewertung von Anthropic beim Börsengang bei etwa 1 Billion US-Dollar liegen könnte. The Information berichtete, dass die an der IPO-Vorbereitung beteiligten Banker sogar über eine Bewertung von 1,5 Billionen US-Dollar sprachen; manche Insider halten sogar 2 Billionen US-Dollar für möglich.

Hinter diesen Bewertungen steht die Marktwette auf ein starkes Umsatzwachstum von Anthropic in den kommenden Jahren.

Reuters berichtete am 15. August, dass die Bewertung beim IPO von Anthropic teilweise von den Umsatzerwartungen für 2028 abhängt: Das Unternehmen prognostiziert Einnahmen von 190 bis 200 Milliarden US-Dollar für 2028. Im Mai lag der annualisierte Umsatz von Anthropic bei etwa 47 Milliarden US-Dollar.

Wenn diese Prognosen tatsächlich ins IPO-Prospekt aufgenommen werden, müssen Investoren entscheiden, ob Anthropic in den nächsten zwei Jahren weiterhin hohe Umsatzzuwächse erzielen und ob die massiven Investitionen in Rechenleistung letztlich ausreichenden kommerziellen Ertrag bringen können.

Entsprechend rückt mit dem IPO-Prospekt nach Labor Day die vielbeachtete AI-Super-IPO von Anthropic nun vom privaten Bewertungsdiskurs stufenweise ins öffentliche Preisfindungsstadium am Kapitalmarkt.

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