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Iran und die Golfstaaten beraten am Montag über die Schifffahrt in der Straße von Hormus, das Risikoaufschlag für Ölpreise steht vor einer Neubewertung.

Iran und die Golfstaaten beraten am Montag über die Schifffahrt in der Straße von Hormus, das Risikoaufschlag für Ölpreise steht vor einer Neubewertung.

智通财经智通财经2026/09/12 00:56
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⑴ Iran und die sechs Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrats werden am Montag in Oman die Verhandlungen vorantreiben, mit dem Ziel, die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu sichern – eine der wichtigsten Routen des weltweiten Ölhandels. ⑵ Das Treffen wird in Salalah stattfinden und wurde von der Regierung Omans initiiert. Es findet zu einer Zeit statt, in der die Spannungen im Nahen Osten zunehmen und die Märkte aufmerksam auf jegliche Signale einer möglichen Wiederaufnahme des Öl- und Produktflusses aus dem Persischen Golf achten. ⑶ Die Außenminister von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman werden anwesend sein, ebenso wie der iranische Außenminister. Ziel ist es, eine vorübergehende Vereinbarung zu fördern, die die Verwaltung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ermöglicht und die Beschränkungen für diese strategische Route verringert. ⑷ Der Vorschlag beinhaltet einen Mechanismus, wonach Schiffe durch iranische Hoheitsgewässer in den Golf einfahren und durch omanische Gewässer wieder auslaufen können. Teheran und Maskat diskutieren die entsprechenden Bedingungen bereits seit mehreren Wochen, sind sich aber hinsichtlich der notwendigen Voraussetzungen einer vollständigen Wiedereröffnung der Meerenge uneinig. ⑸ Allerdings garantiert eine Einigung der Regionalstaaten allein noch keine vollständige Normalisierung des Transits. Laut Diplomaten hängt eine umfassende Öffnung zusätzlich von Verhandlungen zwischen den USA und Iran ab. Zu den Forderungen Teherans gehören Sanktionslockerungen und Zugriff auf eingefrorene Vermögenswerte. ⑹ Die Möglichkeit eines Abkommens beeinflusst bereits die Markterwartungen: Der Brent-Ölpreis liegt weiterhin über 100 US-Dollar pro Barrel, Händler beobachten genau die potenziellen Auswirkungen der Gespräche auf die Energieflüsse. In dieser Woche überschritt der Brent-Preis infolge von konfliktbedingten Störungen sogar zeitweise 109 US-Dollar pro Barrel. ⑺ Die Lage ruft zudem Sorgen hinsichtlich einer weiteren strategischen Route hervor – der Meerenge von Bab al-Mandab. Dort haben die von Iran unterstützten Huthi die Präsenz verstärkt und erneuern Drohungen gegen den Seeverkehr. Ein Abkommen über Hormus könnte daher zu einem zentralen Instrument werden, um das Risiko einer umfassenden Energiekrise abzumildern, mit Auswirkungen auf Ölpreise, Kraftstoffkosten und die weltweite Inflation. ⑻ Das Treffen in Salalah ist besonders bedeutsam, da es Iran und die sechs Golf-Kooperationsrats-Staaten inmitten einer regionalen Krise zusammenbringt. Mitgliedsländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen vor allem, dass die Vorhersehbarkeit der Exporte wiederhergestellt und der Betrieb der zentralen Energierouten gesichert wird. ⑼ Gleichzeitig möchten sie vermeiden, dass eine vorübergehende Vereinbarung als Anerkennung einer dauerhaften Kontrollmacht Irans über die Meerenge interpretiert werden könnte. Deshalb konzentrieren sich die diskutierten Alternativvorschläge darauf, den Durchgang während weitergehender Verhandlungen zwischen Washington und Teheran vorerst wieder freizugeben.
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